Geheimnisse im Schnee
Mit seinem abgeschiedenen Wintersetting, einer reichen und privilegierten Familie sowie einer Protagonistin, die spürt, dass sie nicht willkommen ist, bringt dieser Thriller von Kate Alice Marshall zunächst alle Zutaten für eine packende Geschichte mit. Und genau das gelingt dem Buch auch über weite Strecken: Die Spannung wird langsam, aber konsequent aufgebaut und entfaltet sich eher unterschwellig als reißerisch, was gut zur eisigen Atmosphäre von Idlewood passt.
Besonders das Setting hat mich überzeugt. Die schneebedeckten Wälder, das abgelegene Anwesen und die klaustrophobische Stimmung eines Closed Settings erzeugen von Beginn an ein beklemmendes Gefühl. Man merkt schnell, dass Idlewood mehr ist als nur ein luxuriöses Ferienhaus, es wirkt wie ein Ort, der Erinnerungen konserviert und Geheimnisse nicht freigibt. Diese Stimmung trägt den Roman lange Zeit und sorgt dafür, dass man immer weiterliest, selbst wenn äußerlich wenig passiert.
Allerdings kippt dieser sorgfältige Aufbau im letzten Drittel etwas: Die Wendungen häufen sich stark, fast zu stark. Wo einzelne Enthüllungen wirkungsvoll gewesen wären, wirkt die Abfolge am Ende stellenweise überladen und nimmt manchen Momenten ihre emotionale Schlagkraft.
Auch bei den Figuren hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Theo bleibt zwar interessant, doch viele Nebencharaktere, insbesondere die Mitglieder der Dalton-Familie, fungieren eher als Funktionsträger denn als wirklich greifbare Personen. Ihre Motive bleiben oft schemenhaft, was schade ist, da gerade hier viel Potenzial für psychologische Spannung gelegen hätte.
Trotz dieser Kritikpunkte ist der Roman ein atmosphärisch dichter Thriller mit starkem Setting und gutem Spannungsbogen. Ein bisschen weniger Wendungen und etwas mehr Charakterarbeit hätten ihn für mich nahezu perfekt gemacht.
Besonders das Setting hat mich überzeugt. Die schneebedeckten Wälder, das abgelegene Anwesen und die klaustrophobische Stimmung eines Closed Settings erzeugen von Beginn an ein beklemmendes Gefühl. Man merkt schnell, dass Idlewood mehr ist als nur ein luxuriöses Ferienhaus, es wirkt wie ein Ort, der Erinnerungen konserviert und Geheimnisse nicht freigibt. Diese Stimmung trägt den Roman lange Zeit und sorgt dafür, dass man immer weiterliest, selbst wenn äußerlich wenig passiert.
Allerdings kippt dieser sorgfältige Aufbau im letzten Drittel etwas: Die Wendungen häufen sich stark, fast zu stark. Wo einzelne Enthüllungen wirkungsvoll gewesen wären, wirkt die Abfolge am Ende stellenweise überladen und nimmt manchen Momenten ihre emotionale Schlagkraft.
Auch bei den Figuren hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Theo bleibt zwar interessant, doch viele Nebencharaktere, insbesondere die Mitglieder der Dalton-Familie, fungieren eher als Funktionsträger denn als wirklich greifbare Personen. Ihre Motive bleiben oft schemenhaft, was schade ist, da gerade hier viel Potenzial für psychologische Spannung gelegen hätte.
Trotz dieser Kritikpunkte ist der Roman ein atmosphärisch dichter Thriller mit starkem Setting und gutem Spannungsbogen. Ein bisschen weniger Wendungen und etwas mehr Charakterarbeit hätten ihn für mich nahezu perfekt gemacht.