Warmherzig

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söphken Avatar

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Schon beim Lesen der ersten Seiten hatte ich einen Kloß im Hals. Etwas in der Atmosphäre hat mich unmittelbar an meine eigene Mutter erinnert. An die leisen Gespräche in der Küche, an Blicke, die mehr sagten als Worte, und auch an all das, was zwischen uns unausgesprochen blieb. Diese zarte Mischung aus Nähe und Sprachlosigkeit hat mich tief getroffen, weil sie sich so ehrlich anfühlt.

Während ich gelesen habe, musste ich immer wieder an meine Heimat denken. An die Landschaft meiner Kindheit, an vertraute Wege und Gerüche, an dieses besondere Licht, das nur dort existiert. Die Beschreibungen im Text haben in mir Bilder wachgerufen, die ich längst sicher verwahrt glaubte. Es ist erstaunlich, wie sehr Orte mit Menschen verbunden sind. Wenn ich an meine Mutter denke, denke ich automatisch auch an unsere Heimat. Beides gehört untrennbar zusammen.

Die Leseprobe hat in mir eine stille Sehnsucht ausgelöst. Nach mehr Zeit. Nach einem weiteren Gespräch. Nach der Möglichkeit, Fragen zu stellen, die man immer wieder aufgeschoben hat. Gleichzeitig hat sie mir gezeigt, wie stark diese Verbindung trotz allem ist. Wie sehr sie trägt, selbst wenn Worte fehlen.

Für mich fühlt sich dieses Buch jetzt schon an wie eine behutsame Reise in die eigene Vergangenheit. Eine Reise, die schmerzt und tröstet zugleich. Und die mich daran erinnert, wie tief verwurzelt meine Liebe zu meiner Mutter und zu meiner Heimat wirklich ist.