Ein tolles Buch!

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gedankenlabor Avatar

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"Elbland" von Claudia Rikl hat mich auf eine stille aber eindringliche Weise sehr berührt. Ninas Reise nach Böhmen nach dem Tod ihrer Mutter fühlte sich für mich wie ein vorsichtiges Tasten durch Erinnerungen und unausgesprochenen Gefühle an. Besonders bewegend fand ich, wie sich ihre innere Leere und Orientierungslosigkeit in der Landschaft des Riesengebirges widerspiegeln.
Die Geschichte entfaltet sich insgesamt ruhig, fast schon zaghaft, wie ich finde und gerade das hat mich doch sehr angesprochen! Es geht hier weniger um große Wendungen als um das leise Verstehen von Vergangenheit und Herkunft. Ninas Versuch, die Brüche ihrer Familie zu begreifen, wirkte auf mich zudem auch sehr authentisch und nahbar.
Mein Fazit: Für mich ist „Elbland“ von Claudia Rikl ein berührender Roman über Verlust, Selbstfindung und die Frage, wie sehr uns die Geschichte unserer Eltern prägt.