eine berührende Geschichte

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"Elbland " von Claudia Rikl ist für mich eines der wenigen Highlights im noch neuen Lesejahr 2026. Ich kenne schon ihr Buch " Wellenkinder" was mir damals auch sehr gut gefallen hat und was sie unter dem Namen Liv Marie, Bahrow geschrieben. Welches ihr wahrer Name ist und welcher Pseudonym, wiß ich leider nicht.

In "Elbland erzählt Claudia Rikl eine Familiengeschichte, angelehnt an das Schicksal ihrer Großmutter, die sicherlich kein Einzelfall ist. Traumatische Erlebnisse, die nie aufgearbeitet wurden und somit an weitere Generationen weitergegeben wurden.

Wir lernen Nina kennen, die ihre schwer depressive Mutter bis zu ihrem Tod gepflegt hat. Ihre Schwester hat das Elternhaus schon früh verlassen und auch ihr Vater ging und gründete eine neue Familie. Alles schmerzhafte Erlebnisse für Nina. Sie erinnert sich, dass dieser Bruch mit einem Urlaub im Jahhr 1987 zusammenhing, dem Urlaub nachdem ihre Familie zerbrach.

Sie will unbedingt herausfinden , was geschah und begibt sich auf Spurensuche im Heimatland ihrer Mutter.

Auf drei Zeitebenen 1945/1987 und in der Gegenwart ist diese Geschichte geschrieben, die Stück dür Stück aufklärt, was geschehen ist und warum diese Familie zerbrach.

Mit vielen interessanten Informationen aus der Vergangenheit und in einem sehr emphatischen Erzählstil, erlebt der Leser das Schicksal einer Familie, die sicherlich kein Einzelfall ist. Menschen, die für ihr Leben gezeichnet sind und ihre Erlebnisse nie verwinden können und in nachfolgende Generationen weitergeben.

Eine dicke Leseempfehlung