Leiser und doch so gewaltiger Roman

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lisbethsalander Avatar

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Im Mittelpunkt dieses leisen und doch andererseits so gewaltigen Romans "Elbland" von Claudia Rikl stehen Nina und ihre Mutter Irma, die gleich zu Beginn der Geschichte verstirbt. Wir erfahren, dass es noch eine Schwester, Katja, und den Vater gibt, der die Familie vor vielen Jahren im Stich ließ. Auch Katja hat sich offenbar in keiner Weise um ihre Mutter gekümmert. Alles blieb in den vergangenen Jahren an Nina hängen. Auch zwischen ihr und der Mutter gestaltete sich die Beziehung mehr als schwierig. Nach dem Tod der Mutter macht sich die Tochter auf in die ehemalige Heimat der Familie, nach Böhmen, von wo Irma offenbar vor langer Zeit vertrieben wurde. Was war damals passiert, dass die Frau ihr Leben lang an Depressionen litt, mit keinem über das Erlebte sprach u. weder zu ihrem eigenen Ehemann noch zu ihren Kindern wirkliche Nähe aufbauen konnte? In einem sehr ruhigen Schreibstil, der mir extrem gut gefallen hat, erzählt uns Claudia Rikl diese Geschichte u. verarbeitet damit Ereignisse aus ihrer eigenen Familie. Mich hat die Lektüre sehr bewegt, sie wird noch eine Weile nachhallen! Ich vergebe die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!