Sehr berührend
Elbland von / Rezension
Das war mein erstes Buch der Autorin und darum geht es:
Ninas Mama stirbt und ihre Welt zerbricht in 1000 Einzelteile. War sie doch als Einzige für ihre Mutter da. Die Familie ist schon vor vielen Jahren zerbrochen und Nina macht sich auf den Weg in die Vergangenheit, um herauszufinden, was passiert ist.
Im Prolog erhaschen wir einen Blick ins Früher, wir sind im letzten gemeinsamen Familienurlaub unterwegs an der Seite der Schwestern Nina und Katja, die mit ihren Eltern nach Böhmen fahren.
Der Schreibstil ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber tatsächlich zieht er einen stark in die Geschichte und bereits in Teil 1 war ich schon gefesselt.
Die Stimmung fühlt sich roh und real an. Es wird nichts beschönigt. Die Familiensituation ist komplex, viele Verletzungen wurden einander zugefügt. Diese Geschichte entschleunigt und sie ist auch nichts für zwischendurch. Man muss sich darauf ein- und sich forttreiben lassen.
„Nina fasst den Mut, in dem stillen Gesicht zu forschen. Muttis Haut ist ganz glatt, sie sieht erleichtert aus, so als wäre sie eine übergroße Last losgeworden. Nina möchte sie an den Schultern packen und schütteln. War dein Leben so schlimm die letzten Jahre? Wirklich?“
Interessant fand ich wie das Theater eine Brücke zwischen Vater und Tochter geschlagen hat.
„Wenn Roswitha Bergmann ein Kostüm für sie anfertigt, sitzt es bei der ersten Anprobe, Frau Bergmann kennt ihren Körper seit siebenundzwanzig Jahren. Seit siebenundzwanzig Jahren ist er fast unverändert, keine Schwangerschaften, keine Krankheiten oder schiefgelaufene Diäten. Nina schnäuzt sich erneut. Vieles hat sich nie verändert, zu viel vielleicht.“
Erste Tränchen sind auch frühzeitig geflossen, so sehr berührt Ninas Verletzlichkeit, ihr schmerzhafter Verlust und das Wachstum ihres Charakters. Überhaupt habe ich viel geweint und wurde öfter einfach überwältigt.
Ein wirklich sehr sehr schönes Buch! Macht Euch sehr gern ein eigenes Bild!
5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Das war mein erstes Buch der Autorin und darum geht es:
Ninas Mama stirbt und ihre Welt zerbricht in 1000 Einzelteile. War sie doch als Einzige für ihre Mutter da. Die Familie ist schon vor vielen Jahren zerbrochen und Nina macht sich auf den Weg in die Vergangenheit, um herauszufinden, was passiert ist.
Im Prolog erhaschen wir einen Blick ins Früher, wir sind im letzten gemeinsamen Familienurlaub unterwegs an der Seite der Schwestern Nina und Katja, die mit ihren Eltern nach Böhmen fahren.
Der Schreibstil ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber tatsächlich zieht er einen stark in die Geschichte und bereits in Teil 1 war ich schon gefesselt.
Die Stimmung fühlt sich roh und real an. Es wird nichts beschönigt. Die Familiensituation ist komplex, viele Verletzungen wurden einander zugefügt. Diese Geschichte entschleunigt und sie ist auch nichts für zwischendurch. Man muss sich darauf ein- und sich forttreiben lassen.
„Nina fasst den Mut, in dem stillen Gesicht zu forschen. Muttis Haut ist ganz glatt, sie sieht erleichtert aus, so als wäre sie eine übergroße Last losgeworden. Nina möchte sie an den Schultern packen und schütteln. War dein Leben so schlimm die letzten Jahre? Wirklich?“
Interessant fand ich wie das Theater eine Brücke zwischen Vater und Tochter geschlagen hat.
„Wenn Roswitha Bergmann ein Kostüm für sie anfertigt, sitzt es bei der ersten Anprobe, Frau Bergmann kennt ihren Körper seit siebenundzwanzig Jahren. Seit siebenundzwanzig Jahren ist er fast unverändert, keine Schwangerschaften, keine Krankheiten oder schiefgelaufene Diäten. Nina schnäuzt sich erneut. Vieles hat sich nie verändert, zu viel vielleicht.“
Erste Tränchen sind auch frühzeitig geflossen, so sehr berührt Ninas Verletzlichkeit, ihr schmerzhafter Verlust und das Wachstum ihres Charakters. Überhaupt habe ich viel geweint und wurde öfter einfach überwältigt.
Ein wirklich sehr sehr schönes Buch! Macht Euch sehr gern ein eigenes Bild!
5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️