Spuren der Vergangenheit
„Elbland“ ist ein Roman über Traumata, wie sie entstehen können und sie gar die Nachkommen belasten können.
Der Roman spielt in drei Zeitebenen: 1945, 1987 und der Jetztzeit. Die letzten beiden Zeitebenen werden von Nina, der Tochter von Irma erzählt, und die Anfänge des Traumas erzählt ein auktorialer Erzähler. Das Geschehen rankt sich von Böhmen/Tschechien über die DDR bis in die Bundesrepubik - passend zu dem Titel: Gegenden um die Elbe, Elbland. Interessant fand ich auch, dass man etwas über die Sudetendeutschen erfährt, die als Nachfahren von Siedlern über Jahrhunderte eine bedeutende Minderheit bildeten und nach 1945 vertrieben wurden. Ob die Butterblume auf dem Cover auch symbolisch zu verstehen ist? Butterblumen sind oft ein Zeichen für eine lebendige Wiese, aber in frischem Zustand giftig. Das Trauma vergiftet Irma und trägt Früchte bis in die Jetztzeit.
Nach dem Tod der Mutter reist Nina ins Riesengebirge, wo die Familie vor vielen Jahren ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbracht hat. Dort versucht sie herauszufinden und zu verstehen, warum die Mutter zu der Person geworden ist, als die sie die Familie erlebt hat. Gleichzeitig ist die Reise für Nina ein Versuch, sich von der Last der Vergangenheit zu befreien. Ein unbeschwertes Verhältnis zu Schwester und Vater scheint zunächst in weiter Ferne, ebenso unerreichbar wie der Frieden mit sich selbst.
Ein berührendes und absolut empfehlenswertes Buch, das man kaum aus der Hand legen möchte.
Der Roman spielt in drei Zeitebenen: 1945, 1987 und der Jetztzeit. Die letzten beiden Zeitebenen werden von Nina, der Tochter von Irma erzählt, und die Anfänge des Traumas erzählt ein auktorialer Erzähler. Das Geschehen rankt sich von Böhmen/Tschechien über die DDR bis in die Bundesrepubik - passend zu dem Titel: Gegenden um die Elbe, Elbland. Interessant fand ich auch, dass man etwas über die Sudetendeutschen erfährt, die als Nachfahren von Siedlern über Jahrhunderte eine bedeutende Minderheit bildeten und nach 1945 vertrieben wurden. Ob die Butterblume auf dem Cover auch symbolisch zu verstehen ist? Butterblumen sind oft ein Zeichen für eine lebendige Wiese, aber in frischem Zustand giftig. Das Trauma vergiftet Irma und trägt Früchte bis in die Jetztzeit.
Nach dem Tod der Mutter reist Nina ins Riesengebirge, wo die Familie vor vielen Jahren ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbracht hat. Dort versucht sie herauszufinden und zu verstehen, warum die Mutter zu der Person geworden ist, als die sie die Familie erlebt hat. Gleichzeitig ist die Reise für Nina ein Versuch, sich von der Last der Vergangenheit zu befreien. Ein unbeschwertes Verhältnis zu Schwester und Vater scheint zunächst in weiter Ferne, ebenso unerreichbar wie der Frieden mit sich selbst.
Ein berührendes und absolut empfehlenswertes Buch, das man kaum aus der Hand legen möchte.