Tragisch

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Der Roman Elbland von Claudia Rikl hat mich tief berührt und nachhaltig beeindruckt. Claudia Rikl gelingt es, ein schmerzhaftes, teils schwer auszuhaltendes Thema mit großer Sensibilität zu erzählen. Die Geschichte von Nina, die nach dem Tod ihrer Mutter auf Spurensuche geht, entfaltet eine intensive emotionale Sogwirkung. Besonders gelungen ist die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart, die zeigt, wie sehr ungelöste Traumata in die nächsten Generationen hineinwirken und welche Ausmaße es annehmen kann. Die Sprache ist zugleich poetisch und eindringlich, fast schwebend, ohne die Schwere der Thematik zu mindern. Auch die atmosphärischen Beschreibungen der Landschaft tragen stark zur Wirkung bei und lassen die Schauplätze lebendig werden. Ein bewegender Roman über Verlust, Herkunft und die Frage, was Heimat wirklich bedeutet.