Trauma einer vorlorenen Heimat

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lesefan_dani Avatar

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„Elbland“ von der Autorin Claudia Rikl hat mich sehr berührt. Ein Buch, was ich regelrecht verschlungen habe.

Irma wird als siebenjähriges Kind aus ihrem Umfeld gerissen. Zu groß das Trauma und sie kommt nie wirklich dazu das Erlebte zu verarbeiten. Ihr Leben voller Leid.
Nina ist ein pflichtbewusstes Kind und immer für ihre Mutter da.
Ihre Mutter kennt sich nur als depressiv und leidend, die ständig auf Kur war. Als ihre Mutter verstirbt, ist es für Nina nicht leicht. Sie verliert regelrecht den Boden unter den Füßen. Sie fühlt sich verloren. Beim Ausräumen der Wohnung findet Nina Zeugnisse aus der Vergangenheit der Mutter. Um zu verstehen und zu sich selbst zu finden, begibt sie sich auf die Reise ins Riesengebirge. Dort versucht sie zu ergründen, wer ihre Mutter wirklich was und was ihr widerfahren ist.
Der Roman spielt in verschiedenen Zeitebenen. Wir erfahren über die Flucht der Mutter in der Nazi-Zeit und über das Leben einer Sudentendeutschen in der ehemaligen DDR.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, fließend und einfühlsam. Ein wundervolles Buch, das auch Zeitzeugnis ist und zum Nachdenken anregt.