Was bleibt

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sophiasofire Avatar

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"Elbland" von Claudia Rikl erzählt das berührende Porträt von Nina, die nach dem Tod ihrer Mutter in ihre alte Heimat reist und in Böhmen nach Antworten sucht. Ohne richtig zu wissen, was sich Nina von dieser Reise erhofft und was sie zu finden gedenkt, beginnt das Bild ihrer Mutter langsam klarer zu werden. Wer war sie als Frau und was hat sie miterlebt? Zwischen der Frage, was von früher bleibt, Traumata und Leerstellen in der Biografie beginnt Nina ihren Blick auf das, was war - und endet dabei letztendlich wieder bei sich selbst.

Sprachlich schön und mitreißend schreibt Rikl von einem Mutter-Tochter-Verhältnis, das schmerzt und zugleich lindert. Ein Einblick auf das Schicksal der Sudetendeutschen und ihrer Vertreibung. Historisch ansprechend und in einem sehr eingängigen Schreibstil erzählt diese Familiengeschichte von der Normalität des damals.