Was zurückbleibt…
Die Autorin präsentiert einen Familienroman mit biographischen Zügen. Der Klappentext verspricht eine Reise der Tochter nach Böhmen, der ehemaligen Heimat der Mutter, um deren Tod zu verarbeiten und auf der Suche nach Antworten zur Familiengeschichte. Leider nimmt dieser Teil der Geschichte nur sehr wenig Raum im Roman ein, nur wenige Seiten kurz vor Ende des Buches. Das wär für mich das Interessanteste gewesen. Der Klappentext verspricht hier zu viel. Der Großteil des Buches schildert das Leben der Familie in den späten 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, als die Familie anfängt auseinanderzubrechen, und in der Gegenwart der Erzählerin. Das natürlich alles mit dem zusammenhängt, was dann am Ende des Buches über die Herkunft der Mutter herauskommt, lässt sich ableiten.
Ich hatte das Buch mit anderen Erwartungen gelesen, was mich jetzt etwas enttäuscht zurücklässt.