Wenn die Vergangenheit die Gegenwart dominiert ...
Im Mittelpunkt dieses Romans, der mich schon allein durch sein wunderbar gestaltetes Cover angezogen hatte, stehen Nina und Irma, ein Mutter-Tochter Gespann, das zu Lebzeiten traurigerweise nie wirklich zueinander fand. Er zeigt auf eindringliche Weise auf, wie sich traumatische Ereignisse in der Vergangenheit bis in die Gegenwart auswirken können, ja, wie sie auch das Leben der nachfolgenden Generation beeinflussen und verändern. In Rückblicken erfahre ich als Leserin, wie die kleine Irma, die ein beschauliches und glückliches Leben in Böhmen führte, nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg auf brutalste Weise von ihrer Familie getrennt und vertrieben wird. Eben diese Flucht und Vertreibung prägt sie so nachhaltig, dass sie als erwachsene Frau weder darüber reden kann noch eine Beziehung zu ihrer Tochter Nina oder ihrem eigenen Ehemann aufbauen an. Während der Ehemann schließlich irgendwann aus Verzweiflung seine Konsequenzen zieht, hält Nina an ihrer vermeintlichen Verpflichtung fest und steht der Mutter bis ans Ende bei. Nach ihrem Tod jedoch drängt es sie nach Antworten und so beginnt sie ihre eigene Reise in die Vergangenheit nach Böhmen, wo alles vor vielen Jahren seinen Lauf nahm …
Ich brauchte eine gewisse Zeit mich in den Roman „Elbland“ von der mir bis dahin unbekannten Autorin Claudia Rikl einzulesen und mit dem Schreibstil in Einklang zu kommen. Doch je weiter ich eintauchte in die Geschichte, umso mehr schlich sie sich in meinen Kopf und mein Herz. Ich wollte die Mutter am liebsten schütteln und ihr sagen, doch endlich dieses schreckliche Schweigen zu brechen und ihr eigenes Familienleben zu retten. Doch bis zum Schluss blieb sie stumm. Eine wahrlich tragische Familiengeschichte, wie es sicher viele ihrer Art gibt.
Ich mochte den eher ruhigen Sprachstil, der sich durch den gesamten Roman zog und es schwer machte, das Buch zur Seite zu legen. Dafür vergebe ich gerne vier sehr verdiente Sterne verbunden mit einer uneingeschränkten Leseempfehlung an alle die Leserinnen und Leser, die gerne nachdenkliche und emotionale Familiengeschichten lesen.
Ich brauchte eine gewisse Zeit mich in den Roman „Elbland“ von der mir bis dahin unbekannten Autorin Claudia Rikl einzulesen und mit dem Schreibstil in Einklang zu kommen. Doch je weiter ich eintauchte in die Geschichte, umso mehr schlich sie sich in meinen Kopf und mein Herz. Ich wollte die Mutter am liebsten schütteln und ihr sagen, doch endlich dieses schreckliche Schweigen zu brechen und ihr eigenes Familienleben zu retten. Doch bis zum Schluss blieb sie stumm. Eine wahrlich tragische Familiengeschichte, wie es sicher viele ihrer Art gibt.
Ich mochte den eher ruhigen Sprachstil, der sich durch den gesamten Roman zog und es schwer machte, das Buch zur Seite zu legen. Dafür vergebe ich gerne vier sehr verdiente Sterne verbunden mit einer uneingeschränkten Leseempfehlung an alle die Leserinnen und Leser, die gerne nachdenkliche und emotionale Familiengeschichten lesen.