Aus persönlichen Gründen zutiefst berührt

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brigitteb Avatar

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Die 14-jährige Paula leidet an einer seltenen Krebserkrankung. Wegen eines Ablegers in der Lunge befindet sie sich in Warteposition für eine grosse Operation, die auch das weitere Vorgehen klären soll. In diesem luftleeren Raum fehlen sowohl ihr als auch der ganzen Familie die Worte. Um das unerträgliche Warten zu verkürzen, beginnt die erschöpfte Mutter Katja, ihrer Tochter eine magische Geschichte zu erzählen. Es ist die Geschichte eines mutigen Mädchens, das vor bösen Schatten fliehen muss und ein ungewöhnlicher Fuchs spielt eine besondere Rolle. Die Geschichte wird zum Fixpunkt und Anker im tristen Klinikalltag und dies nicht nur für die kranke Tochter.

Wer einen solchen Roman weben kann, ist nicht ein Autor, sondern ein Zauberer. Wer ein Leben mit metastasierendem Krebs in diese Worte kleiden kann und punktgenau veranschaulichen kann, was das Warten, die Ungewissheit und die Verzweiflung bedeuten, der muss ein solches Schicksal selbst im allernächsten Umfeld erfahren haben. Krebs zu haben bedeutet, dass Welten von heute auf morgen Kopf stehen und dass sich in kürzester Zeit Dinge, Perspektiven und Zeitrechnung ändern. Dazu mein Lieblingszitat aus dem Buch: "Sie haben auch gerne zusammen gesungen, als sie noch in dieser Galaxie der Gesunden gelebt haben."

Da mein Ehemann auch Krebskämpfer ist, hat dieser Roman mein Herz mehrfach gebrochen und wieder geheilt, auf eine Weise, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Ich dachte immer, es gebe kein Buch der Welt, das je ausdrücken könnte, was in Angehörigen von Krebspatienten wahrhaftig vorgeht. Hier habe ich Sätze lesen dürfen, die bislang nur in meinem Kopf existiert haben.