Berührend

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lesestern Avatar

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Mit gutem Einfühlungsvermögen und Augenmaß erzählt der Autor von der Krebserkrankung einer Teenagertochter Paula und ihrer Mutter Katja. Dabei berichtet er stets als auktorialer Erzähler aus Sicht der Mutter.

Die Lesenden werden so in ihre Gefühlswelt intensiv mithineingenommen und können empfinden, was diese Ausnahmesituation mit ihr macht. Paulas Emotionen kann man häufig auch zwischen den Zeilen lesen, sie sind aber nicht so eindeutig und zusammenhängend dargestellt, wie die ihrer Mutter, so dass man sie eher erraten kann.

Natürlich sind Mutter und Tochter auch nicht allein auf der Welt: der abwesende Vater, der Opa, Freunde und Freundinnen von Mutter und Tochter reagieren auch auf die bevorstehende Operation, was es mal leichter und mal schwerer für beide macht.

Im Krankenhaus vor der OP in das Warten und Schweigen hinein beginnt Katja ihrer Tochter eine Geschichte zu erzählen, in der ein Mädchen mit einem Fuchs (Paula hat ihren alten Stofffuchs mit in die Klinik genommen) gegen einen übermächtigen, alles verschlingenden Schatten kämpft.

Diese Geschichte schweißt die beiden zusammen, macht das Warten und Leiden erträglicher und gibt ihnen beiden Hoffnung.

Dieses Buch lässt keinen unberührt, denn diese so schwer erträgliche, ungewisse Situation wird so einfühlsam, fast zart beschrieben, dass man ab und an Tränen in den Augen hat.