Ein starker Roman mit zwei Ebenen
11 ist eine gerade Zahl von Martin Beyer ist ein stiller und eindringlicher Roman über eine Mutter und ihre schwer kranke Tochter. Katja, alleinerziehend und Lehrerin, versucht, die Rückkehr von Paulas Krebs zu bewältigen und zugleich ihrem Kind Halt zu geben. Der Autor beschreibt diese Ausnahmesituation mit viel Feingefühl und großer sprachlicher Klarheit. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte und habe Katjas Überforderung, Angst und Schuldgefühle deutlich gespürt.
Besonders gelungen sind die realistischen Szenen zwischen Mutter und Tochter. Ihre Gespräche, Missverständnisse und auch ihre Wut wirken authentisch. Nichts daran ist übertrieben oder künstlich dramatisiert, alles bleibt glaubwürdig und menschlich. Der schnörkellose Stil passt gut dazu, da er ruhig, präzise und frei von Pathos ist.
Weniger begeistert hat mich die zweite Erzählebene, die Geschichte vom Fuchs und dem Mädchen. Sie hat meinen Lesefluss etwas gebremst und mich emotional auf Abstand gebracht, weil sie zu weit vom eigentlichen Geschehen entfernt bleibt. Ich hätte mir stattdessen noch mehr Einblicke in die Beziehung von Katja und Paula gewünscht, die für mich die eigentliche Stärke des Buches ist.
Insgesamt ist 11 ist eine gerade Zahl ein berührender, ehrlicher Roman über Krankheit, Liebe und Hilflosigkeit. Er zeigt, wie schwer es ist, weiterzumachen, wenn das Leben aus der Bahn gerät, und tut das mit erstaunlicher Ruhe und Würde.
Besonders gelungen sind die realistischen Szenen zwischen Mutter und Tochter. Ihre Gespräche, Missverständnisse und auch ihre Wut wirken authentisch. Nichts daran ist übertrieben oder künstlich dramatisiert, alles bleibt glaubwürdig und menschlich. Der schnörkellose Stil passt gut dazu, da er ruhig, präzise und frei von Pathos ist.
Weniger begeistert hat mich die zweite Erzählebene, die Geschichte vom Fuchs und dem Mädchen. Sie hat meinen Lesefluss etwas gebremst und mich emotional auf Abstand gebracht, weil sie zu weit vom eigentlichen Geschehen entfernt bleibt. Ich hätte mir stattdessen noch mehr Einblicke in die Beziehung von Katja und Paula gewünscht, die für mich die eigentliche Stärke des Buches ist.
Insgesamt ist 11 ist eine gerade Zahl ein berührender, ehrlicher Roman über Krankheit, Liebe und Hilflosigkeit. Er zeigt, wie schwer es ist, weiterzumachen, wenn das Leben aus der Bahn gerät, und tut das mit erstaunlicher Ruhe und Würde.