humorvoll

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bücherwurm69 Avatar

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Das Duo Marc-Uwe Kling und Astrid Henn hat mit „Ella, die schlaue Kuh“ wieder ein optisch auffälliges und inhaltlich wichtiges Kinderbuch vorgelegt. Die Geschichte rund um die kleine Kuh Ella, die sich nicht damit abfinden will, dass in der Schule nur Bären das Sagen haben, überzeugt mit einer starken und bestärkenden Botschaft über Selbstvertrauen und das Aufbrechen von Klischees.
Das hat mir gut gefallen:
• Die Reime und der Sprachwitz: Der Text ist komplett in Reimen verfasst. Diese lesen sich flüssig, haben einen tollen Rhythmus und laden regelrecht zum lauten und betonten Vorlesen ein. Die sprachliche Dynamik macht beim Vorlesen richtig Spaß.
• Der Unterhaltungswert: Die Geschichte ist temporeich, die Charaktere sind gewohnt überspitzt und die Illustrationen stecken voller witziger Details. Kinder hören gebannt zu und wollen die Geschichte gerne direkt noch einmal hören.
Das sehe ich kritisch:
• Humor-Zielgruppe verfehlt: Das Buch wird für Kinder ab 4 Jahren empfohlen. Der typische, oft ironische und gesellschaftskritische Humor von Marc-Uwe Kling (wie die Anspielung auf die „Erklärbären“) zündet in dieser Altersklasse leider noch überhaupt nicht. Die Witze und der tiefere Sinn der Wortspielereien verstehen eher ältere Kinder (ab ca. 8 Jahren) oder die vorlesenden Erwachsensen. Für die ganz Kleinen bleibt die Metaebene der Geschichte oft zu abstrakt.
Fazit:
Ein handwerklich gutes und sehr unterhaltsames Buch mit tollen Reimen und einer wertvollen Botschaft. Wer allerdings ein Buch sucht, bei dem Vierjährige jeden Witz verstehen, könnte enttäuscht werden. Es ist eher ein Spaß für Grundschulkinder und deren Eltern.