Mehr ein Buch für Erwachsene als für Kinder

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lovely90 Avatar

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Dieses Kinderbuch lässt mich zwiegespalten zurück. Nach dem ersten Durchlesen und Anschauen ohne Kind war ich zunächst begeistert: Tolle Reime, sehr schöne Illustrationen mit kleinen Details, die mich schmunzeln ließen. Als mein Neffe (5 Jahre alt), das erste Mal durch das Buch blätterte, war auch er noch sehr angetan, was vor allem daran liegt, dass er Tiere liebt (in einem Ausmaß, das über das übliche kindliche ‚sich für Tiere interessieren‘ hinausgeht). Reime findet er wie andere Kinder auch super. Hier gab es jedoch immer mal wieder Begriffe, die er noch nicht kannte; das Erklären stört beim Reimen natürlich etwas, aber das gehört beim Vorlesen ja nun mal dazu.
Doch gerade beim mehrmaligen Lesen fiel auch ihm auf, dass die anderen Tiere unglaublich gemein zu Ella sind und zwar in einem Ausmaß, dass dies fast das gesamte Buch einnimmt. Dies gilt sowohl für die Tierkinder als auch für die Erwachsenen. Dass Ella in die Hochschule aufgenommen wird, nur, damit sich andere auf ihre Kosten amüsieren können, war der Höhepunkt. Im Vergleich dazu nahm der ‚positive‘ Aspekt der Geschichte, in dem Ella schließlich dort angelangt war, wovon sie geträumt hatte, nur einen winzigen Teil.
Als Erwachsener kann man all die Gemeinheiten gut einordnen und über die fiesen Sprüche auch mal schmunzeln. Die Kombination aus beidem finde ich für Kinder aber vermutlich noch etwas zu kompliziert. Ich hätte mir mehr Positives im Buch gewünscht, dann würde es auch leichter fallen, über die lustigen Dinge gemeinsam mit dem Kind zu lachen.