Sehr vielversprechend

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Der Text wirkt von Beginn an schwer und bedrückend. Besonders der Einstieg mit Amaza bleibt im Gedächtnis, weil er die Angst und Verzweiflung einer Mutter zeigt, die zwischen Liebe und einem grausamen Gesetz gefangen ist. Die Situation wird ruhig, fast nüchtern geschildert, was das Geschehen umso erschütternder macht.

Der Zeitsprung führt in eine Welt, in der Gewalt, Disziplin und Kontrolle zum Alltag gehören. Saya erscheint abgeklärt und wachsam, doch unter dieser Härte liegt eine ständige Anspannung. Ihre Prüfung ist körperlich wie innerlich fordernd und lässt erkennen, wie wenig Raum dieses Leben für Fehler oder Gefühle lässt.

Mit Teno kommt eine weitere Perspektive hinzu, die das Machtgefüge und die Brutalität des Systems noch deutlicher macht. Sein Blick auf Tod und Prüfungen unterscheidet sich stark von Sayas, wodurch eine spürbare Spannung entsteht. Das erste Zusammentreffen der beiden wirkt kühl, angespannt und lässt einen konfliktreichen weiteren Verlauf erwarten.

Ich bin sehr gespannt auf dieses Buch und seinen weiteren Verlauf!