Damit kann doch jetzt nicht ernsthaft das Buch enden????
Es gibt Enden, nach denen man genervt ist, Enden, nach denen man gelangweilt ist, Enden, die befriedigend sind und bei denen man gemütlich auf Folgebände warten kann, und dann gibt es das: Enden, die einem komplett den Boden unter den Füßen wegziehen!
Erstmal kurz zum Inhalt des Buches.
Saya durchläuft im Haus des Flüsterns und der Schatten eine Ausbildung zur Assassine des Gottkaisers. Irgendwann möchte sie frei sein und sich an denen rächen, die ihr Leben zerstört haben. Denjenigen, die ihre Eltern getötet haben, die, die sie in die Prostitution gezwungen haben und die, die ihr auch danach noch Unrecht getan haben. Ihre Liste ist lang und direkt an erster Stelle steht der Name des Jungen, der damals seinem Vater verraten hat, dass ihre Eltern noch an die alten Götter glaubten. Das war ihr Todesurteil.
Doch genau dieser Junge lässt sich, wie sie, zum Assassinen in einem anderen Haus ausbilden und für die Prüfungen bekommt sie ihn als Partner zugewiesen.
Ich bin so unfassbar begeistert gewesen vom Setting. Ich liebe ja historisch asiatische Settings! Eigentlich hätte das schon gereicht, um mich von diesem Buch zu überzeugen. Aber dann noch Enemies to Lovers, Slow Burn, verborgene Kräfte und geheime Identitäten. Hach, ich bin hin und weg.
Das Worldbuilding war gut. Da ich mich im historisch-asiatischen sehr Zuhause fühle, fiel es mir leicht, mich einzufinden und ich glaube auch jemand, der hier nicht so zuhause ist, wird ausreichend im Bilde sein.
Statt in umfangreichen Beschreibungen, der Umgebung hängen zu bleiben, wird wirklich viel Fokus auf die Beiden gelegt - auf ihr Zusammenarbeiten und auf ihre Gefühle, die sich im Laufe des Buches ändern.
Saya ist eine starke Protagonistin, die kämpfen kann und die auch durchaus bereit ist zu morden. Das Problem ist, dass sie sich oft selbst gefangen in den Erinnerungen an ihre Vergangenheit wiederfindet und ohne Teno, der sie aus ihren Schock-Starren oder aus ihren Traumata reißt, wäre sie vermutlich das ein ums andere Mal gestorben.
Sie ist keine geborene Assassine, ihr Herz ist zu weich und trotzdem kämpft sie und gibt ihr Bestes. Das macht sie manchmal anstrengend, aber gibt ihr meiner Meinung nach auch viel Tiefe. Was ihre Geschichte angeht ist das Buch definitiv kein schönes Setting. Sie hat viel durchgemacht und das wird auch gezeigt.
Teno hingegen wandelt sich vom eiskalten Killer zum „touch her and die“-Book-boyfriend. Sein Wandel war für mich am stärksten, da ich ihn Anfangs tatsächlich nicht leiden konnte und er auch aus seiner Sicht heraus eben tatsächlich der war, für den Saya ihn gehalten hat.
Seine Hintergrundgeschichte haben viel erklärt und ihn mir näher gebracht. Ich konnte ihm nicht so schnell verzeihen, wie Saya, aber das war ok, weil die Momente zwischen den beiden einfach unfassbar schön waren. Die körperliche Anziehung, die sie auf ihn ausgeübt hat, hat sich zu etwas unfassbar Echtem und Schönen entwickelt. Hab diese Momente zwischen ihren sehr geliebt.
Was den großen Plot der Handlung angeht war ich etwas zwiegespalten. Ich mochte den Gedanken der Handlung und ich glaube das Setting bietet noch Raum für gute Fortsetzungen. Es wurde ein riesen Plot aufgeworfen und wir befinden uns erst am Anfang.
Alte Götter, Auserwählte, die von den Göttern gesegnet sind und ihre Kräfte lenken können und einen Herrscher, der besessen ist von Macht.
Das Problem am Storytelling in dem Bezug war aber leider, dass man von all dem immer nur am Rande etwas mitbekommt, bis es am Ende dann eskaliert.
Man hat immer so Häppchen hingeworfen bekommen und wurde zwischendurch mit Zwischenmenschlichem und mit den Missionen abgelenkt, aber so 100% befriedigend fand ich das im Nachgang nicht.
Ich hatte am Ende das Gefühl, dass die Story wesentlich kürzer gewesen wäre, wenn einer der Key Charaktere vor Beginn der Story einfach mehr Wissen an Saya vermittelt hätte.
Und dieses Gefühl frustriert mich irgendwie. Ich weiß jetzt gar nicht, wofür das Alles gut war. Sie wurde anscheinend auf eine Aufgabe vorbereitet, die sie jetzt noch nicht angehen soll. Aber wieso? Wollte man sie in der Rolle des Assassinen des Gottkaisers, weil sie nur dort ihre Bestimmung erfüllen kann? War das nur nötig, um sie entsprechend zu trainieren? Aber wäre das nicht auch anders gegangen?
Das sind so Grundlegende Fragen, die für mich irgendwie nicht so richtig geklärt wurden.
Das Buch war unterhaltsam und toll und der Wandel der Beziehung der Beiden und das Setting haben mich absolut in ihren Bann gezogen, aber ich hab das Gefühl, dass ich erst im nächsten Band wirklich Antworten bekommen werde und das finde ich bei so Grundlegenden Sachen irgendwie schade.
Achso und noch ein kurzer Hinweis. Das Buch ist nicht Spicy. Definitiv nicht, aber es gibt auch eine explizite Szene und ist dadurch vermutlich nicht das geeignete Jugendbuch. vor allem auch nicht, weil Themen wie Misshandlung und Prostitution offen thematisiert werden und die Schäden, die man durch solche Erfahrungen davon trägt, nicht versteckt werden.
Was das Ende angeht … naja … da die Beziehung der Beiden so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, war fast schon klar, dass das Buch mit einem Cliffhänger genau in dem Bezug enden musste x.x
Also ja, die Action davor und der Wandel der Hauptstory waren krass und so, aber der letzte Satz des Buches, die letzte Aufgabe … ich glaub, ich bin beim Lesen gestorben!
Und jetzt muss ich soooo lange auf Band 2 warten!!!
Erstmal kurz zum Inhalt des Buches.
Saya durchläuft im Haus des Flüsterns und der Schatten eine Ausbildung zur Assassine des Gottkaisers. Irgendwann möchte sie frei sein und sich an denen rächen, die ihr Leben zerstört haben. Denjenigen, die ihre Eltern getötet haben, die, die sie in die Prostitution gezwungen haben und die, die ihr auch danach noch Unrecht getan haben. Ihre Liste ist lang und direkt an erster Stelle steht der Name des Jungen, der damals seinem Vater verraten hat, dass ihre Eltern noch an die alten Götter glaubten. Das war ihr Todesurteil.
Doch genau dieser Junge lässt sich, wie sie, zum Assassinen in einem anderen Haus ausbilden und für die Prüfungen bekommt sie ihn als Partner zugewiesen.
Ich bin so unfassbar begeistert gewesen vom Setting. Ich liebe ja historisch asiatische Settings! Eigentlich hätte das schon gereicht, um mich von diesem Buch zu überzeugen. Aber dann noch Enemies to Lovers, Slow Burn, verborgene Kräfte und geheime Identitäten. Hach, ich bin hin und weg.
Das Worldbuilding war gut. Da ich mich im historisch-asiatischen sehr Zuhause fühle, fiel es mir leicht, mich einzufinden und ich glaube auch jemand, der hier nicht so zuhause ist, wird ausreichend im Bilde sein.
Statt in umfangreichen Beschreibungen, der Umgebung hängen zu bleiben, wird wirklich viel Fokus auf die Beiden gelegt - auf ihr Zusammenarbeiten und auf ihre Gefühle, die sich im Laufe des Buches ändern.
Saya ist eine starke Protagonistin, die kämpfen kann und die auch durchaus bereit ist zu morden. Das Problem ist, dass sie sich oft selbst gefangen in den Erinnerungen an ihre Vergangenheit wiederfindet und ohne Teno, der sie aus ihren Schock-Starren oder aus ihren Traumata reißt, wäre sie vermutlich das ein ums andere Mal gestorben.
Sie ist keine geborene Assassine, ihr Herz ist zu weich und trotzdem kämpft sie und gibt ihr Bestes. Das macht sie manchmal anstrengend, aber gibt ihr meiner Meinung nach auch viel Tiefe. Was ihre Geschichte angeht ist das Buch definitiv kein schönes Setting. Sie hat viel durchgemacht und das wird auch gezeigt.
Teno hingegen wandelt sich vom eiskalten Killer zum „touch her and die“-Book-boyfriend. Sein Wandel war für mich am stärksten, da ich ihn Anfangs tatsächlich nicht leiden konnte und er auch aus seiner Sicht heraus eben tatsächlich der war, für den Saya ihn gehalten hat.
Seine Hintergrundgeschichte haben viel erklärt und ihn mir näher gebracht. Ich konnte ihm nicht so schnell verzeihen, wie Saya, aber das war ok, weil die Momente zwischen den beiden einfach unfassbar schön waren. Die körperliche Anziehung, die sie auf ihn ausgeübt hat, hat sich zu etwas unfassbar Echtem und Schönen entwickelt. Hab diese Momente zwischen ihren sehr geliebt.
Was den großen Plot der Handlung angeht war ich etwas zwiegespalten. Ich mochte den Gedanken der Handlung und ich glaube das Setting bietet noch Raum für gute Fortsetzungen. Es wurde ein riesen Plot aufgeworfen und wir befinden uns erst am Anfang.
Alte Götter, Auserwählte, die von den Göttern gesegnet sind und ihre Kräfte lenken können und einen Herrscher, der besessen ist von Macht.
Das Problem am Storytelling in dem Bezug war aber leider, dass man von all dem immer nur am Rande etwas mitbekommt, bis es am Ende dann eskaliert.
Man hat immer so Häppchen hingeworfen bekommen und wurde zwischendurch mit Zwischenmenschlichem und mit den Missionen abgelenkt, aber so 100% befriedigend fand ich das im Nachgang nicht.
Ich hatte am Ende das Gefühl, dass die Story wesentlich kürzer gewesen wäre, wenn einer der Key Charaktere vor Beginn der Story einfach mehr Wissen an Saya vermittelt hätte.
Und dieses Gefühl frustriert mich irgendwie. Ich weiß jetzt gar nicht, wofür das Alles gut war. Sie wurde anscheinend auf eine Aufgabe vorbereitet, die sie jetzt noch nicht angehen soll. Aber wieso? Wollte man sie in der Rolle des Assassinen des Gottkaisers, weil sie nur dort ihre Bestimmung erfüllen kann? War das nur nötig, um sie entsprechend zu trainieren? Aber wäre das nicht auch anders gegangen?
Das sind so Grundlegende Fragen, die für mich irgendwie nicht so richtig geklärt wurden.
Das Buch war unterhaltsam und toll und der Wandel der Beziehung der Beiden und das Setting haben mich absolut in ihren Bann gezogen, aber ich hab das Gefühl, dass ich erst im nächsten Band wirklich Antworten bekommen werde und das finde ich bei so Grundlegenden Sachen irgendwie schade.
Achso und noch ein kurzer Hinweis. Das Buch ist nicht Spicy. Definitiv nicht, aber es gibt auch eine explizite Szene und ist dadurch vermutlich nicht das geeignete Jugendbuch. vor allem auch nicht, weil Themen wie Misshandlung und Prostitution offen thematisiert werden und die Schäden, die man durch solche Erfahrungen davon trägt, nicht versteckt werden.
Was das Ende angeht … naja … da die Beziehung der Beiden so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, war fast schon klar, dass das Buch mit einem Cliffhänger genau in dem Bezug enden musste x.x
Also ja, die Action davor und der Wandel der Hauptstory waren krass und so, aber der letzte Satz des Buches, die letzte Aufgabe … ich glaub, ich bin beim Lesen gestorben!
Und jetzt muss ich soooo lange auf Band 2 warten!!!