Tödliche Anziehung

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Saya hat schon viel in ihrem Leben durchgemacht. Nun lässt sie sich zur Assassinin ausbilden, mit dem Ziel, sich an allen zu rächen, die ihr Leid angetan haben. Ganz oben auf ihrer Liste ist Teno. Doch ausgerechnet mit ihm muss sie zusammenarbeiten, um die Prüfungen zu bestehen.

Wir beginnen in der Assassinenschule, die ein interessantes Setting ist. Wir erfahren ein bisschen was zur Ausbildung und über Saya und Teno. Dann geht es auch schon los in die Stadt, wo die beiden einige Missionen erfüllen müssen. Ich hätte mir mehr Einblicke in den Alltag der Ausbildung gewünscht. Nach einiger Zeit in der Stadt beginnt die Geschichte, dort etwas vor sich hinzudümpeln. Es gibt aber auch immer wieder spannende Momente, die den sich leicht ziehenden Teil durchbrechen. Von mir aus hätte das alles komprimierter sein können, aber ich schätze, vieles dient als Vorbereitung für den zweiten Teil, welchen ich mir actionreicher erhoffe.
Es gab zudem ein paar Situationen, die ich unrealistisch fand. Sie werden zum Beispiel in der ganzen Stadt mit Flugblättern gesucht, machen sich aber trotzdem nicht die Mühe, sich zu verkleiden, sondern laufen munter durch die Stadt.

Erzählt wird sowohl aus Sayas als auch aus Tenos Perspektive. Es sollte bedacht werden, dass beide Assassinen sind und schon viele Menschen umgebracht haben. Sie sind also vielleicht nicht für alle Leute Sympathieträger.
Teno bleibt eher ungreifbar, wir erfahren noch nicht viel über ihn und ich denke, er hat noch einige Geheimnisse.
Saya ist da schon klarer definiert. Sie weiß, was sie will, trainiert hart und ist mir manchmal aber doch etwas zu unvorsichtig dafür, dass sie als Assassinin ausgebildet wurde. Ich hätte es schön gefunden, wenn sie fähiger gewesen wäre.
Die Anziehung zwischen den beiden entwickelt sich sehr langsam, was mir gut gefallen hat und dadurch plausibel wirkte.

Magie gibt es in dieser Welt auch, davon kriegen wir aber erst zum Ende so wirklich was mit. Da kommt im nächsten Band dann bestimmt auch mehr.

Insgesamt eine solide Geschichte, die sich zeitweise wie eine Einleitung für den zweiten Teil anfühlt, in den ich große Hoffnungen setze. Ich vergebe 3,5 Sterne.