Campingkrimi mit Charme und Spannung

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nina2401 Avatar

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Mit „Entführung im Himmelreich“ setzt Andreas Winkelmann seine warmherzige Cosy-Crime Reihe fort. Schauplatz ist natürlich wieder der Idyllische Campingplatz Himmelreich am Schielow-See. Dieses Mal ist der ortsansässige Bäcker spurlos verschwunden. Die Polizei – allen voran Kommissar Fass – legt sich schnell auf Suizid fest, aber Hobbyermittler und ehemaliger Schauspieler, Björn Kupernikus hat da so seine Zweifel und startet seine eigenen Ermittlungen mit Partnerin „in crime“ Annabell Schäfer.

Das erfrischende Duo habe ich schon im ersten Teil sehr gemocht! Denn ihre Art zu ermitteln ist sehr unkonventionell und spritzig und Lacher zwischendurch sind garantiert. Auch die Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet und allesamt ein bisschen schrullig. Der Autor ist selbst begeisterter Camper und hat hier wohl einige Erfahrungen einfließen lassen.

Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sehr humorvoll. Kurze Kapitel, die in diesem Buch „Szenen“ genannt werden und geschickte Perspektivenwechsel sorgen für ein gutes Tempo. Besonders gelungen finde ich den Mix aus Spannung und schrägem Humor. Davon lebt das Buch. Der Kriminalfall selbst bleibt bis zuletzt undurchsichtig und bietet einige überraschende Wendungen.

Die Handlung ist stellenweise schon etwas überdreht und verlässt sich stark auf den Witz der Figuren, wodurch die kriminalistische Tiefe gelegentlich etwas zu kurz kommt. Aber das verzeihe ich schnell, denn ich werde bestens unterhalten mit diesem lockeren, atmosphärischen Krimi mit viel Campingflair und sympathischen Ermittlern.

Annabell ist nicht nur eine gute Partnerin a la Watson, sondern auch eine gute Köchin. Und die Rezepte kann ich ganz am Ende nachlesen. Ein kulinarischer Bonus!

Fazit: Ein unterhaltsamer und warmherziger Krimi mit viel Herz und Campingflair!