„Er lügt“ - lügt er wirklich?
Die Leseprobe beginnt mit einem Prolog, der eine unheilvolle, melancholische Atmosphäre in Positano (1963) zeigt. Bambi reflektiert über den Tod und die Leere, was eine tiefgreifende emotionale Last andeutet. Zwei Jahre früher (1961) erfahren wir mehr über das Paar Spencer und Bambi und ihre Flitterwochen. Schon jetzt ist man als Leser hin und her gerissen. Ist Spencer ein liebevoller Ehemann oder ein Manipulator? Ist Bambi unschuldig oder eine unzuverlässige Erzählerin? Denn der Thriller wird ausschließlich (bis jetzt) aus ihrer Perspektive erzählt. Das finde ich sehr spannend, da Bambi anscheinend sehr unsicher ist und Erinnerungslücken hat. Rebecca Taylor McKay schreibt sehr atmosphärisch, sinnlich und detailverliebt. Man hat förmlich das Gefühl am italienischen Mittelmeer zu sein. Sicher werde ich beim Lesen auch einige Vokabeln Italienisch lernen. Ich mag das in regional bezogenen Thrillern oder Krimis sehr. Man ist direkt mittendrin. Ich bin gespannt, was es mit dem mysteriösen Paar auf sich hat und welche Geheimnisse noch ans Tageslicht treten. Ich glaube, wir können uns auf einen klassischer „Domestic Noir“-Thriller freuen. Das Cover gefällt mir mit dem Meer und der Brücke sehr gut. Der Bezug zum Meer ist klar, ich bin gespannt, was es mit den Felsen und der Brücke auf sich hat.