Was für ein spannender Einstieg 😍

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
hexenbücherei Avatar

Von

Das Cover hat mich sofort angesprochen, diese dunkle, fast bedrohliche Stimmung in Kombination mit dem leuchtend gelben Auto vor der italienischen Kulisse ist ein starker Kontrast, der perfekt zum Titel passt und direkt eine gewisse Spannung erzeugt. Der Einstieg im Prolog ist mir richtig unter die Haut gegangen, da die Protagonistin über den Friedhof in Positano spaziert und ihre Gedanken zum Tod so greifbar macht, dass ich die stickige Septemberhitze förmlich auf der Haut gespürt habe. Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und flüssig, besonders wie die Autorin die Landschaft der Amalfiküste mit den bedrückenden Gefühlen der Ich-Erzählerin verwebt, gefällt mir sehr gut. Spencer wirkt als Ehemann auf mich extrem ambivalent, seine Mischung aus fürsorglicher Dominanz und dieser unterschwelligen Manipulation macht ihn zu einem wirklich interessanten Charakter, bei dem ich ständig zwischen Mitleid und Misstrauen schwanke. Die Szene im Aufzug, als sie auf das andere Paar treffen, war der absolute Wendepunkt für mich, da Spencers plötzliche Erstarrung und der ganze Vibe in der Situation eine unglaubliche Spannung aufgebaut haben, die mich sofort wissen lassen wollte, was da eigentlich hinter der glänzenden Fassade steckt. Ich erwarte von der weiteren Geschichte, dass sie dieses Spiel mit Schein und Sein konsequent weitertreibt, vor allem nachdem in Kapitel 3 angedeutet wurde, dass die Protagonistin eine schwere Zeit hinter sich hat, und ich bin wahnsinnig gespannt darauf zu erfahren, welche Lügen Spencer ihr vielleicht auftischt. Ich möchte das Buch unbedingt ganz lesen, weil ich wissen muss, was in London wirklich passiert ist und ob die Flitterwochen in diesem wunderschönen Setting für die Protagonistin eher zur Befreiung oder zur Falle werden, denn diese psychologische Ebene, gepaart mit dem italienischen Flair, ist genau mein Ding.