„Zitronenlicht und Abgründe“

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melinarap Avatar

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Die Leseprobe hat mich sofort in diese scheinbar perfekte Sommeridylle gezogen, die sich Schritt für Schritt als trügerisch entpuppt. Besonders spannend finde ich die Atmosphäre an der Amalfiküste – dieses Wechselspiel aus luxuriösem Urlaubsgefühl und unterschwelliger Bedrohung funktioniert hier richtig gut.

Clara wirkt auf den ersten Seiten sehr zurückhaltend, fast ein wenig verloren in dieser neuen Welt mit Spencer, dessen Verhalten direkt Fragen aufwirft. Gerade diese kleinen Irritationen – ein Blick zu viel, ein Satz auf Italienisch, ein anonymer Zettel – sorgen dafür, dass man ständig das Gefühl hat, dass unter der Oberfläche etwas nicht stimmt. Auch die Begegnung mit Vivian und Fred bringt zusätzliche Spannung hinein, weil sofort unklar ist, wer hier ehrlich ist und wer etwas verbirgt.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und baut diese langsame, aber stetig wachsende Spannung gut auf. Es ist weniger ein lauter Thriller, sondern eher dieses leise, beklemmende Gefühl von „hier stimmt etwas ganz und gar nicht“, das sich immer mehr verdichtet.

Ich bin vor allem neugierig, welche Rolle Claras Vergangenheit spielt und ob die perfekte Sommerfassade komplett auseinanderbrechen wird. Die Mischung aus Psychospannung, Beziehungsmisstrauen und sommerlicher Kulisse macht auf jeden Fall Lust, weiterzulesen.