3,75⭐️
Er lügt von Rebecca Taylor McKay / Rezension
„Ich werfe einen Seitenblick auf meinen Ehemann, und erneut überläuft mich ein Kribbeln, als ich mir bewusst mache, dass er genau das ist. Mein Ehemann. Ich hatte bislang so wenig Gelegenheit, es auszusprechen, es wirklich zu fühlen. Auf dieser Reise wird sich das vielleicht ändern, und wir können noch einmal von vorne anfangen, als normales, glückliches Paar.“
Das war grundsätzlich ein Thriller nach meinem Geschmack, etwas ruhiger, sehr atmosphärisch mit einem idyllischen Setting, das einem dennoch Unbehagen bereitet:
Amalfiküste, Italien, 1961: Clara und Spencer Carmichael verbringen glückliche Flitterwochen, aber Spencer scheint etwas zu verbergen und dieser Eindruck wird verstärkt, als jemand Clara einen Zettel zuschiebt, auf dem „Er lügt“ steht… Als die beiden neue Freunde kennenlernen, wird jedoch schnell klar: alle haben ihre Geheimnisse und in diesem Sommer der Wahrheit wird abgerechnet…
Vom Vibe her hat mich das Buch sehr an „Rebecca“ von Daphne du Maurier (ein wunderbarer Klassiker) erinnert. Ansonsten muss ich sagen, dass mich hauptsächlich die Atmosphäre gefangen genommen hat, weil das Buch kein klassischer Thriller ist. Es fehlt jegliche Action, es gibt keine nackten Leichen, keine Ermittlungen über irgendwas etc.
Die Spannung ist subtil in den Zwischentönen und man braucht vor allem eines: Geduld! Wenn man den ersten Teil „schafft“, in dem leise Spannung aufgebaut wird, aber ansonsten nicht viel passiert, dann kann man sich auf eine unvorhersehbare Entwicklung freuen.
Leider habe ich erst vor ein paar Tagen ein Buch gelesen, das ein wesentliches Element der Auflösung ebenfalls enthält. That’s a me Problem 😂😅. Vor allem im letzten Teil habe ich mich also nicht mehr allzu sehr unterhalten gefühlt. Ein früheres Ende mit einem offenen Schockmoment, der einen eiskalt zurücklässt, hätte meiner Meinung besser zum Rest der Geschichte gepasst. Mehr ist nicht immer mehr.
Und ich habe mich extrem über die grundsätzliche Beziehungsdynamik zwischen Clara und Spencer geärgert. Die arme junge Waise und der reiche, erfahrenere Erbe, der sie „Bambi“ nennt, ich sage es Euch, früher war definitiv nicht alles besser, in den 1960ern eine Ehefrau zu sein z.B. war definitiv kein Spaß.
Insgesamt definitiv ein empfehlenswertes Buch, das ich in 24 Stunden ausgelesen habe. Wie sehr man von allem überrascht wird, hängt von vielen Faktoren ab, der große Twist hat mich eiskalt erwischt und ich denke nicht, dass jemand es kommen sieht.
Danke schön an die Autorin und ihr Team für diese Geschichte!
7/10 🍋🍋🍋🍋🍋🍋🍋
„Ich werfe einen Seitenblick auf meinen Ehemann, und erneut überläuft mich ein Kribbeln, als ich mir bewusst mache, dass er genau das ist. Mein Ehemann. Ich hatte bislang so wenig Gelegenheit, es auszusprechen, es wirklich zu fühlen. Auf dieser Reise wird sich das vielleicht ändern, und wir können noch einmal von vorne anfangen, als normales, glückliches Paar.“
Das war grundsätzlich ein Thriller nach meinem Geschmack, etwas ruhiger, sehr atmosphärisch mit einem idyllischen Setting, das einem dennoch Unbehagen bereitet:
Amalfiküste, Italien, 1961: Clara und Spencer Carmichael verbringen glückliche Flitterwochen, aber Spencer scheint etwas zu verbergen und dieser Eindruck wird verstärkt, als jemand Clara einen Zettel zuschiebt, auf dem „Er lügt“ steht… Als die beiden neue Freunde kennenlernen, wird jedoch schnell klar: alle haben ihre Geheimnisse und in diesem Sommer der Wahrheit wird abgerechnet…
Vom Vibe her hat mich das Buch sehr an „Rebecca“ von Daphne du Maurier (ein wunderbarer Klassiker) erinnert. Ansonsten muss ich sagen, dass mich hauptsächlich die Atmosphäre gefangen genommen hat, weil das Buch kein klassischer Thriller ist. Es fehlt jegliche Action, es gibt keine nackten Leichen, keine Ermittlungen über irgendwas etc.
Die Spannung ist subtil in den Zwischentönen und man braucht vor allem eines: Geduld! Wenn man den ersten Teil „schafft“, in dem leise Spannung aufgebaut wird, aber ansonsten nicht viel passiert, dann kann man sich auf eine unvorhersehbare Entwicklung freuen.
Leider habe ich erst vor ein paar Tagen ein Buch gelesen, das ein wesentliches Element der Auflösung ebenfalls enthält. That’s a me Problem 😂😅. Vor allem im letzten Teil habe ich mich also nicht mehr allzu sehr unterhalten gefühlt. Ein früheres Ende mit einem offenen Schockmoment, der einen eiskalt zurücklässt, hätte meiner Meinung besser zum Rest der Geschichte gepasst. Mehr ist nicht immer mehr.
Und ich habe mich extrem über die grundsätzliche Beziehungsdynamik zwischen Clara und Spencer geärgert. Die arme junge Waise und der reiche, erfahrenere Erbe, der sie „Bambi“ nennt, ich sage es Euch, früher war definitiv nicht alles besser, in den 1960ern eine Ehefrau zu sein z.B. war definitiv kein Spaß.
Insgesamt definitiv ein empfehlenswertes Buch, das ich in 24 Stunden ausgelesen habe. Wie sehr man von allem überrascht wird, hängt von vielen Faktoren ab, der große Twist hat mich eiskalt erwischt und ich denke nicht, dass jemand es kommen sieht.
Danke schön an die Autorin und ihr Team für diese Geschichte!
7/10 🍋🍋🍋🍋🍋🍋🍋