Feeling

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Was soll ich sagen? Ein Buch atemberaubend, es erinnert mich entfernt an Rebekka von Daphne du Maurier. Tiefgründig, die Gefahr schwebt immer im Raum. Clara und Spencer sind auf Hochzeitsreise. Ihr Ziel ist die Amalfiküste. Sie sind bereits seit einem Jahr verheiratet, aber die wesentlich jüngere Clara hatte eine schwere Nervenkrise und auch jetzt wird sie von Spencer umhegt und geschützt. Aber kaum sind sie im Hotel angekommen, verhalten sich die Angestellten irgendwie komisch. Und Spencer wird von Fremden sehr freundschaftlich begrüßt, obgleich er behauptet, diese Leute nicht zu kennen. Plötzlich erhält Clara einen ominösen Zettel. Dann lernen sie ein amerikanisches Ehepaar kennen, ebenfalls auf Hochzeitsreise. Doch Spencer verhält sich ihnen gegenüber sehr distanziert, Clara gefallen diese beide so anderen, selbstbewußten Menschen. Doch dann scheint nach und nach ein Unglück über die beiden Paare hereinzubrechen. Der erste Teil des Buches liest sich ruhig und fließend, man spürt die warme Sonne des Südens, den Duft der Bäume und Blumen und das Rauschen der Wellen. Eine träge Urlaubsstimmung liegt in der Luft. Doch dann entwickelt sich das Geschehen in ein Grauen, als Leser ist man mehr als verwundert, wenn nicht auch voller Angst und Panik. Die deutsche Übersetzung des Buches ist einwandfrei gelungen, eine präzise, hat aber auch gefühlvolle Ausdrucksweise, die sich den jeweiligen Umständen total und sehr gut anpaßt. Es ist ein Genuß, in dem Buch zu schwelgen, was als ein schöner Sommerroman beginnt und sich dann in einen spannenden Thriller verwandelt, was der Autorin perfekt gelungen ist. Das Cover zeigt zwar ein herrlichliches türkisblaues Meer, aber das drumherum erscheint mir trübe, düster und gefährlich.