Geheimnisse und Lügen kommen langsam ans Licht
Positano an der Amalfiküste im Jahr 1961 – Clara und Spencer Carmichael reisen an, um ihre Flitterwochen im noblen Hotel zu verbringen. Ihre Tage sind geprägt durch viel Sonnenschein, schöne Aussichten, Meer und Pool – perfekt für Clara um sich nach einer schwierigen Zeit zu erholen. Doch Spencer erscheint seiner jungen Frau doch sehr rätselhaft, spricht er doch Italienisch, scheint angespannt und doch so manche Person dort zu kennen. Verschweigt er etwas oder liegt es daran, dass sie so schnell geheiratet haben und sie noch wenig über ihn weiß? Und schließlich wird am ersten Tag auch noch ein Zettel unter der Tür durchgeschoben mit dem Text „Er lügt“. Schon am Beginn der Reise treffen die beiden ein anderes englischsprachiges Paar – Vivien und Fred, ebenso wohlhabend und lebenslustig. Clara mag die beiden, kommt vor allem mit Fred gut aus, aber Spencer scheint eine Abneigung gegen beide zu hegen. Doch verbergen nicht auch die beiden etwas?
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und fängt gut die Atmosphäre eines langen Urlaubstages ein: Hitze, Auszeit am Meer und Genuss – auch mit durchwegs viel Alkohol. Rasch erkennt man, dass die 1960er Jahre doch eine andere Zeit waren, auch was die Rolle der Frauen betrifft.
Der Beginn verläuft durchwegs gemächlich – nach dem Auffinden des Briefes erfährt man zunächst langsam etwas über Clara und Spencers Vergangenheit, vor allem in Rückblicken in das letzte Jahr in dem Clara bald nach der Hochzeit erkrankt. Alles aus Sicht von Clara. Die erste Hälfte des Buches verläuft durchwegs ruhig, man ahnt durch einzelne Hinweise ab und an, dass wohl etwas im Busch ist, allerdings verlebt man de facto entspannte Urlaubstage. Gegen Ende ziehen Spannung und Tempo dann deutlich an, etwas mehr Zeit dafür wäre wahrscheinlich angenehm gewesen.
Gut getroffen fand ich die Figuren. Gegen Spencer hegt man von Beginn an etwas Unbehagen, nicht zuletzt wegen des Briefes. Aber eben auch, weil er wirklich etwas zu verbergen scheint. Beklemmend fand ich auch, dass er Clara dauernd zu bevormunden scheint und genervt ist, wenn sie nicht entsprechend reagiert. Clara selbst erscheint als das arme Hascherl, das Opfer, die Kranke. All dies erklärt sich natürlich durch ihre Herkunft (ein Waisenkind) und ihre Heirat in die Oberklasse, die ihr mit Skepsis begegnet. Zu Beginn merkt man die Unsicherheit konstant, mit der Zeit gewinnt sie dennoch Selbstvertrauen.
Für mich ein Roman der durch die Konstante Unsicherheit lebt, vor allem auch für den Leser, denn immerhin erfährt man alles nur aus Sicht von Clara, und vielleicht kann man auch ihr nicht trauen?
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und fängt gut die Atmosphäre eines langen Urlaubstages ein: Hitze, Auszeit am Meer und Genuss – auch mit durchwegs viel Alkohol. Rasch erkennt man, dass die 1960er Jahre doch eine andere Zeit waren, auch was die Rolle der Frauen betrifft.
Der Beginn verläuft durchwegs gemächlich – nach dem Auffinden des Briefes erfährt man zunächst langsam etwas über Clara und Spencers Vergangenheit, vor allem in Rückblicken in das letzte Jahr in dem Clara bald nach der Hochzeit erkrankt. Alles aus Sicht von Clara. Die erste Hälfte des Buches verläuft durchwegs ruhig, man ahnt durch einzelne Hinweise ab und an, dass wohl etwas im Busch ist, allerdings verlebt man de facto entspannte Urlaubstage. Gegen Ende ziehen Spannung und Tempo dann deutlich an, etwas mehr Zeit dafür wäre wahrscheinlich angenehm gewesen.
Gut getroffen fand ich die Figuren. Gegen Spencer hegt man von Beginn an etwas Unbehagen, nicht zuletzt wegen des Briefes. Aber eben auch, weil er wirklich etwas zu verbergen scheint. Beklemmend fand ich auch, dass er Clara dauernd zu bevormunden scheint und genervt ist, wenn sie nicht entsprechend reagiert. Clara selbst erscheint als das arme Hascherl, das Opfer, die Kranke. All dies erklärt sich natürlich durch ihre Herkunft (ein Waisenkind) und ihre Heirat in die Oberklasse, die ihr mit Skepsis begegnet. Zu Beginn merkt man die Unsicherheit konstant, mit der Zeit gewinnt sie dennoch Selbstvertrauen.
Für mich ein Roman der durch die Konstante Unsicherheit lebt, vor allem auch für den Leser, denn immerhin erfährt man alles nur aus Sicht von Clara, und vielleicht kann man auch ihr nicht trauen?