Gut, einige Wendungen zu viel

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Die Story erinnert mich an die Drama-Serie The White Lotus (2021) und die Erzählweise geht in die Richtung Romantic-Mystery (ohne Übersinnliches). Hier spielt die Geschichte jedoch in den 60er Jahren. Daher dürfen die Frauen hier auch anständig, zurückhaltend und etwas unselbstständiger sein. Denn die Männer sind mehr als selbstbewusst, eher schon Chauvis.
Eigentlich mag ich es nicht, wenn man ständig nur kleine Häppchen serviert bekommt und damit das Gefühl hat die Spannung wird künstlich aufrechterhalten. Hier war das jedoch OK.
Es geht um 2 Paare, die sich im Urlaub kennen lernen. Paar 1 ist in den Flitterwochen. Sie war im Krankenhaus und hat einen Gedächtnisverlust erlitten. Er (reich, galant, gutaussehend) kümmert sich aufopferungsvoll um Sie, nennt Sie jedoch leicht herablassend Bambi. Die Idylle wird jäh gestört, als jemand der Frau einen Zettel zukommen lässt in dem steht, dass er lügt. Und Sie kann sich ja an nichts mehr erinnern. Waren Sie schon mal hier? Was ist passiert? Warum heiratet dieser Mann gerade diese graue Maus – und dann noch so schnell?
Paar 2 ist das Vorzeigepaar. Sie wunderschön, braungebrannt (das war da ja noch in), reich, er Humorvoll, weltgewandt. Doch auch bei denen scheint irgendwas nicht zu stimmen. Denn Sie wirkt nicht glücklich und trinkt zu viel.
Nach 2/3 kommt im Buch die Auflösung, wo ich schon dachte, das wird’s ja wohl hoffentlich nicht gewesen sein. Doch es kommen noch einige Wendungen hinterher, die fand ich aber zu viel des Guten. Ohne den letzten Dreh am Schluss wäre es einfach ein guter, leichter Roman ohne große Verwirrungen durch zu viele Personen oder Handlungen.
Die Landschaft, das Setting wird gut beschrieben. Man ist mittendrin mit dabei in einem heißen Sommer an der Amalfiküste.