Tolle Summervibes

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gedanken.buecher Avatar

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Ich hatte große Hoffnung, mit „Er lügt“ den perfekten Sommerthriller gefunden zu haben. Ich muss auch zugeben, die Vibes haben auf jeden Fall gestimmt und das Setting im Positano der 60er Jahre war richtig gut dargestellt. Ich wurde in der Zeit zurückversetzt und das auch noch an einen Sehnsuchtsort, der perfekt mit den heißen Außentemperaturen gematcht hat. Das Feeling und die Atmosphäre bekommen also auf jeden Fall schon mal Pluspunkte.

Leider gibt es dafür Abzüge im Handlungsverlauf, denn der war mir für einen Thriller viel zu ruhig. Ich würde das Buch hinterher auch nicht unbedingt als Thriller bezeichnen, viel eher als Spannungsroman. Ich fand den Roman auch auf keinen Fall unspannend, aber ich war nicht wirklich gefesselt. Ich war zwar interessiert an der Auflösung, aber nicht unbedingt am Verlauf der Geschichte. Der Aufbau war relativ glatt und bis auf einen Twist gegen Ende des Buchs, ist nicht sonderlich viel Aufregendes passiert. Dabei hätte es so viel Potenzial gegeben und immer wieder gab es Momente, bei denen ich mir dachte: „aha, jetzt gehts also los“. Leider ist die Story die ganze Zeit über nicht wirklich in Fahrt gekommen und eher vor sich hin geplätschert.

Daher waren für mich die ersten zwei Drittel etwas zäh, auch wenn sich die Geschichte insgesamt gut lesen ließ. Das letzte Drittel bekommt dann nochmal etwas Tempo und die Auflösung war stimmig und konnte mich überzeugen. Insgesamt kann ich „Er lügt“ auf jeden Fall empfehlen, wenn man eher nach einer ruhigen und leicht düsteren Geschichte sucht, die kleinere Spannungsmomente bereithält. Mit dem sommerlichen Setting kann man vor allem am Strand oder am Pool nichts falsch machen und ich habe die Geschichte trotz Längen gerne gelesen. 3,5⭐️