Toller Thriller mit Flair

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rinoa Avatar

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Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, und das in mehrerlei Hinsicht.
Ich war gleich mittendrin in der Geschichte von Clara, die als Erzählerin fungiert und uns mit auf ihre Hochzeitsreise mit dem etwas älteren und gut betuchten Spencer nach Positano in Italien nimmt.

Es ist Anfang der 60er Jahre, was ich einfach toll umgesetzt fand, nicht nur in der Sprache, die die beiden frisch Vermählten, aber auch die anderen Personen verwenden oder ihrem Verhalten, sondern es herrschte auch ein gewisses Flair, alles war etwas altmodisch, aber auf eine sehr elegante Art und Weise. Manchmal fühlte ich mich richtig in einen Agatha-Christie-Roman versetzt, nur ohne Hercule Poirot, dessen Auftauchen mich aber auch nicht gewundert hätte.

Es gibt nicht unbedingt den atemlosen Thrill, aber es entfaltet sich eine Geschichte, die wirklich toll konstruiert ist, ohne jedoch konstruiert zu wirken und die mich immer wieder überraschen konnte, trotz der Enge des Settings und des Personenkreises.

Im Mittelpunkt steht natürlich Clara, die uns mit ihrer Innenschau tief blicken lässt, wenn es auch einige Wiederholungen in ihren Gedanken gab. Diese verstärken aber nur ihre Gefühle und haben mich wirklich berühren können.

Das Ende fand ich sehr stimmig, wenn auch aus persönlichen Gründen etwas unbefriedigend. Dies tat aber dem positiven Gesamtbild keinen Abbruch, ich mochte "Er lügt" wirklich sehr und kann es uneingeschränkt empfehlen.