Verspätete Flitterwochen mit Spannungen

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gluexklaus Avatar

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England 1960: Unmittelbar nach ihrer Hochzeit mit dem reichen Spencer erkrankt Clara Carmichael schwer. Erst nach einem Jahr ist sie so weit wieder hergestellt, dass das Paar ihre Hochzeitsreise im italienischen Positano antreten kann. Clara ist von der wunderschönen Landschaft bezaubert, doch hat sie den Eindruck, dass ihr Mann Spencer angespannt wirkt. Als die beiden im Hotel das Ehepaar Vivian und Fred kennenlernen und Spencer sich immer seltsamer verhält, verstärkt sich Claras Eindruck. Schließlich erhält die junge Frau eine anonyme Nachricht. Clara ist überzeugt, dass die Worte auf dem Zettel stimmen: Er lügt. Welches Geheimnis hat Spencer?

Die Geschichte wird in der ersten Person aus Claras Sicht erzählt. Es wird geschildert, was während der verspäteten Flitterwochen in Positano passiert. Ab dem zweiten Teil des Buchs werden die Ereignisse nicht mehr nur chronologisch dargestellt, sondern auch in Rückblenden. Der Schreibstil liest sich klar und flüssig.

Harmonisch geht es während der Hochzeitsreise nicht zu. Es liegt etwas in der Luft. Spencer macht einen gestressten, nervösen Eindruck, reagiert teilweise unberechenbar. Clara wird klar, dass sie ihn gar nicht richtig kennt. Zwischen Spencer, Vivian und Fred scheint es überdies Konflikte zu geben, die Clara nicht versteht. Eine spannende Figurenkonstellation mit Überraschungen.

Was hat Spencer zu verbergen? Der Anfang des Romans zieht sich etwas, es passiert zunächst nur wenig. Nach und nach offenbaren Details, dass das Paradies Risse hat. Zur Mitte des Romans nimmt die Handlung Fahrt auf. Die Unstimmigkeit werden offensichtlicher. Packend enthüllt Autorin Rebecca Taylor McKay, wie alles zusammenhängt. Die Auflösung war für mich logisch und nachvollziehbar. Kein Pageturner zum Atemanhalten, aber ein unterhaltsamer, schnell gelesener Spannungsroman mit Atmosphäre und gelungenen Wendungen.