Wenn sich das Durchhalten lohnt

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nähpummelchen Avatar

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Er lügt und es ist der Sommer der Wahrheit hat mich beim Lesen ziemlich hin und her gerissen. Es gab Szenen, die ich wirklich spannend fand und bei denen ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Gleichzeitig gab es immer wieder Passagen, die sich für mich wie reine Füllstoffe angefühlt haben und mich eher gelangweilt haben.

Zum Ende hin hat mich die Geschichte dann aber doch überzeugt. Die verschiedenen Entwicklungen haben für mich schließlich ein stimmiges Bild ergeben und ich fand es gelungen, wie sich vieles zusammengefügt hat. Dadurch konnte das Buch einiges von dem wieder gutmachen, was sich zwischendurch für mich ziemlich gezogen hatte.

Mit dem Sprachstil hatte ich allerdings so meine Schwierigkeiten. Er war mir stellenweise zu „amerikanisch“ – besonders dieses viele Ungesagte und Vorausgesetzte zwischen den Partnern hat mich manchmal gestört. Vieles schien auf unausgesprochenen Erwartungen und Andeutungen zu beruhen, bei denen ich mich gefragt habe, warum die Figuren nicht einfach miteinander reden.

Spencers tragisches Ende kam auch sehr überraschend. Doch die Art wie sich Clara-Bambi abschließend ihr neues Lebens eingerichtet hat, war charmant und auch der letzte Konflikt in der Geschichte, die noch einmal starke Frauenpower zeigt, kam unerwartet - wenngleich ein großes Verbrechen damit unter den Teppich gekehrt wird.

Insgesamt also ein Buch mit einigen Längen, aber einer Geschichte, die mich vor allem gegen Ende doch noch gepackt hat. Ich bin froh, drangeblieben zu sein.