Toll für junge Einsteiger in das Genre geeignet!

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gletscherwoelfchen Avatar

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Mit "Erde 13 " legt Andreas Langer erneut einen Science-Fiction-Roman für eine junge Zielgruppe vor, der ohne lange Vorrede auskommt. Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass die Geschichte direkt ins Geschehen startet. Es gibt keine ausufernde Einführung oder unnötige Ausschweifungen. Stattdessen befindet man sich sofort mitten im Geschehen. Dieser unmittelbare Einstieg hat mich schnell gepackt und neugierig gemacht.

Bereits mit "They Are Everywhere" konnte mich der Autor im Sci-Fi-Bereich überzeugen, weshalb ich entsprechend hohe Erwartungen hatte. Und auch diesmal zeigt sich, dass er ein gutes Gespür für Spannung und bedrohliche Szenarien besitzt. Die Handlung entwickelt sich dynamisch, immer wieder tauchen neue Fragen auf, während sich das größere Bild nur Stück für Stück zusammensetzt.

Was die Zielgruppe betrifft, richtet sich "Erde 13" diesmal meiner Meinung nach klar an Leserinnen und Leser, die Science-Fiction nicht nur wegen spektakulärer Action lesen, sondern auch wegen der zugrunde liegenden Ideen. Wer Freude daran hat, sich gedanklich mit möglichen Zukunftsszenarien auseinanderzusetzen und sich fragt, wie realistisch bestimmte Entwicklungen eigentlich sind, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Ohne überzogen zu wirken, werden hier spannende Situationen erzeugt, die immer wieder zum Rätseln und Mitfiebern anregen. Gerade für junge Einsteiger ins Sci-Fi-Genre dürfte sich dieses Buch daher super eignen.

Insgesamt ist "Erde 13" eine temporeiche, durchdachte Science-Fiction-Geschichte, die vor allem durch ihren direkten Einstieg und die konsequent aufgebaute Spannung überzeugt. Wer bereits Gefallen an "They Are Everywhere" vom selben Autor gefunden hat oder generell packende Zukunftsszenarien mag, sollte hier definitiv einen Blick riskieren.
4,5/5 Sterne