Brigitte bricht das Eis

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annibanni Avatar

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Normalerweise fasse ich den Inhalt selbst zusammen, aber bei diesem Buch möchte ich den Klappentext zitieren, da ich nicht annähernd eine bessere Inhaltsangabe verfassen könnte.
"Nach diesem Urlaub, so ist der Plan, wird Linn ein perfekt gereifter Embryo eingesetzt und sie wird sein, was sie sich schon lange wünscht: schwanger. In den schicken Bungalow am Strand hat der Jugendfreund ihres Partners und wohlhabende Selfmademan Felix sie beide eingeladen. Während Matze und Felix sich mit Crémant betrinken, angeln gehen und versuchen, die Statusunterschiede zwischen ihnen zu ignorieren, beobachten sich die Frauen distanziert. Linn, zerrissen zwischen dem unbedingten Wunsch, Mutter zu werden, und dem Zweifel, ob sie das überhaupt kann, eine »gute« Mutter sein, blickt mit einer Mischung aus Neid und Widerwillen auf Eva, die geduldig mit ihrem Sohn buddelt, ihn eincremt und tröstet und Sandkörner aus Babyaugen wischt. Doch im Laufe der Urlaubstage entwickelt sich zwischen geflüsterten Gesprächen und heimlichem Kiffen eine Nähe, die festgefahrene Bilder ins Wanken bringt. Eva und Linn verschieben sachte die Regeln und werden mehr als Freundinnen: Sie werden Verbündete."
Diese Beschreibung und das schön gestaltete Cover haben mich neugierig auf dieses Buch werden lassen. Der Roman lässt sich flüssig lesen und durch kleinere Abschnitte auch gut mal unterbrechen. Die vier Protagonisten werden in ihren Charakteren aus den verschiedenen Blickwinkeln der anderen, positiv wie negativ, tief entwickelt. Die Interaktionen der vier entfalten eine unvorhersehbare Dynamik, die ich faszinierend, aber manchmal auch etwas beklemmend fand. Das Ende des Romans kam für mich dann ein wenig abrupt und nur wahrscheinlich abgeschlossen. Wen das nicht stört, findet hier eine facettenreiche ménage à quatre.