Care-Arbeit, nervige Männer und ein absurdes Ende
Der Roman begleitet zwei hetero Paare während eines gemeinsamen Urlaubs. Die beiden Männer sind beste Freunde seit der Schulzeit. Der Aufenthalt wird Tag für Tag nachgezeichnet. Bereits zu Beginn liegt eine leicht bedrückende Stimmung in der Luft, die sich im Verlauf zunehmend verdichtet. Nach und nach werden die Dynamiken innerhalb der Beziehungen sichtbar, insbesondere das Machtgefälle in der Freundschaft zwischen Matze und Felix sowie die komplexen Verflechtungen zwischen den vier Protagonist*innen.
Thematisch greift der Roman vieles auf: ungleich verteilte Care-Arbeit, unerfüllter Kinderwunsch, Schwangerschaft, ergänzt durch vereinzelte kapitalismuskritische Untertöne. Besonders eindrücklich werden die Strapazen und Ambivalenzen des Mutterseins angedeutet, die immer wieder zwischen den Zeilen mitschwingen.
Die Figuren sind bewusst kantig gezeichnet und handeln nicht immer nachvollziehbar, was sie zugleich lebendig und irritierend wirken lässt. Vor allem Linn tritt impulsiv auf und formuliert ihre Kritik oft mit erhobenem Zeigefinger; dennoch bringt sie viele valide Einwände ein, auch wenn sie mit ihren Aktionen gelegentlich über das Ziel hinausschießt. Die männlichen Figuren hingegen kriegen gar nichts mit und haben mich echt aufgeregt. Felix ist sehr unreflektiert.
Matze ist auch ein völliger Reinfall. Wirkt auf den ersten Blick besonnen und lieb, ist aber ein Feigling, will es vor allem Felix recht machen und steht nicht hinter seiner Partnerin bzw. glaubt ihr nicht mal, als diese belästigt wird.
Der Schreibstil ist zugänglich und leicht lesbar. Kurze Kapitel, abwechslungsreiche Perspektivwechsel und viele Dialoge sorgen für Tempo. Viele Perspektivwechsel, manchmal innerhalb einer Situation.
Insgesamt beginnt der Roman als starkes, präzises Beziehungsporträt, verliert jedoch im weiteren Verlauf an Fokus und driftet zunehmend ins Absurde ab. Das Ende wirkt relativ abrupt und bleibt offen. Für mich ging es im letzten Drittel leider deutlich bergab. Für die erste Hälfte hätte ich 4 Punkte gegeben, irgendwann wurde mir alles aber zu abstrus und nicht mehr nachvollziehbar. Ich habe die Funktion der skurrilen Überspitzung am Ende nicht verstanden.
Thematisch greift der Roman vieles auf: ungleich verteilte Care-Arbeit, unerfüllter Kinderwunsch, Schwangerschaft, ergänzt durch vereinzelte kapitalismuskritische Untertöne. Besonders eindrücklich werden die Strapazen und Ambivalenzen des Mutterseins angedeutet, die immer wieder zwischen den Zeilen mitschwingen.
Die Figuren sind bewusst kantig gezeichnet und handeln nicht immer nachvollziehbar, was sie zugleich lebendig und irritierend wirken lässt. Vor allem Linn tritt impulsiv auf und formuliert ihre Kritik oft mit erhobenem Zeigefinger; dennoch bringt sie viele valide Einwände ein, auch wenn sie mit ihren Aktionen gelegentlich über das Ziel hinausschießt. Die männlichen Figuren hingegen kriegen gar nichts mit und haben mich echt aufgeregt. Felix ist sehr unreflektiert.
Matze ist auch ein völliger Reinfall. Wirkt auf den ersten Blick besonnen und lieb, ist aber ein Feigling, will es vor allem Felix recht machen und steht nicht hinter seiner Partnerin bzw. glaubt ihr nicht mal, als diese belästigt wird.
Der Schreibstil ist zugänglich und leicht lesbar. Kurze Kapitel, abwechslungsreiche Perspektivwechsel und viele Dialoge sorgen für Tempo. Viele Perspektivwechsel, manchmal innerhalb einer Situation.
Insgesamt beginnt der Roman als starkes, präzises Beziehungsporträt, verliert jedoch im weiteren Verlauf an Fokus und driftet zunehmend ins Absurde ab. Das Ende wirkt relativ abrupt und bleibt offen. Für mich ging es im letzten Drittel leider deutlich bergab. Für die erste Hälfte hätte ich 4 Punkte gegeben, irgendwann wurde mir alles aber zu abstrus und nicht mehr nachvollziehbar. Ich habe die Funktion der skurrilen Überspitzung am Ende nicht verstanden.