Engagiert, originell, bisweilen irritierend
Weibliche Wut scheint ein Thema der Stunde in zeitgenössischer Literatur. Vielleicht war es Mareike Fallwickl, die dem Thema den Weg geebnet hat. Auch in "Es ist hell und draußen dreht sich die Welt" spielt die emotionale Überlastung von Frauen eine Rolle, auch hier rankt sich die langsam entstehende Wut um die Care-Arbeit. Genauer gesagt: Auch um die Phase davor - schwanger werden können, wollen, sollen.
Dabei beginnt alles noch recht harmlos: Zwei Paare fahren gemeinsam in einen Luxus-Bungalow, den der reiche Obermacker der Truppe, Felix, bezahlt. Seine Frau ist jünger, hochattraktiv, aber mit einem Kleinkind, einem Säugling und einer beginnenden neuen Schwangerschaft im Grunde am Rande des Nervenzusammenbruchs. Das andere, eingeladene Paar hat alles nicht, was Felix und Eva haben: Keinen überbordenden Reichtum, keine außergewöhnliche Schönheit - und keine Kinder. Linns und Matzes Kinderwunsch kann höchstens noch durch In-Vitro-Befruchtung erfüllt werden.
Anfang wirkt die Erzählweise ironisch, karikierend, durchaus unterhaltsam. Die Personen scheinen ein bisschen überzeichnet, ihre Probleme irgendwie auch Luxusprobleme. (Im Hintergrund huscht die "Putzperson" Latifa durchs Bild, die den Urlaub der Reichen versorgt und säubert.) Völlig ignorant und überkandidelt Felix, leicht durchgeknallt Linn (auf eine schwer zu fassende Weise).
Dann jedoch eskaliert die Situation - und wie Data Zipfel das inszeniert, lässt sich schlecht nacherzählen. Das liegt irgendwo zwischen Mareike Fallwickl und Clara Leinemann (Gelbe Monster). Ganz klar gibt eine ziemliche Sprachlosigkeit und Entfremdung zwischen den Männern und Frauen und sie wächst noch. Aber sie ist erstaunlich substantiell.
Alles bleibt ein bisschen subtil, aber mehr und mehr rechnet man "mit dem Äußersten". Psychologisch kam ich nicht mehr wirklich hinterher. Aber ich habe das Buch atemlos in einem Rutsch gelesen. Und das spricht dann wirklich für das Buch.
Dabei beginnt alles noch recht harmlos: Zwei Paare fahren gemeinsam in einen Luxus-Bungalow, den der reiche Obermacker der Truppe, Felix, bezahlt. Seine Frau ist jünger, hochattraktiv, aber mit einem Kleinkind, einem Säugling und einer beginnenden neuen Schwangerschaft im Grunde am Rande des Nervenzusammenbruchs. Das andere, eingeladene Paar hat alles nicht, was Felix und Eva haben: Keinen überbordenden Reichtum, keine außergewöhnliche Schönheit - und keine Kinder. Linns und Matzes Kinderwunsch kann höchstens noch durch In-Vitro-Befruchtung erfüllt werden.
Anfang wirkt die Erzählweise ironisch, karikierend, durchaus unterhaltsam. Die Personen scheinen ein bisschen überzeichnet, ihre Probleme irgendwie auch Luxusprobleme. (Im Hintergrund huscht die "Putzperson" Latifa durchs Bild, die den Urlaub der Reichen versorgt und säubert.) Völlig ignorant und überkandidelt Felix, leicht durchgeknallt Linn (auf eine schwer zu fassende Weise).
Dann jedoch eskaliert die Situation - und wie Data Zipfel das inszeniert, lässt sich schlecht nacherzählen. Das liegt irgendwo zwischen Mareike Fallwickl und Clara Leinemann (Gelbe Monster). Ganz klar gibt eine ziemliche Sprachlosigkeit und Entfremdung zwischen den Männern und Frauen und sie wächst noch. Aber sie ist erstaunlich substantiell.
Alles bleibt ein bisschen subtil, aber mehr und mehr rechnet man "mit dem Äußersten". Psychologisch kam ich nicht mehr wirklich hinterher. Aber ich habe das Buch atemlos in einem Rutsch gelesen. Und das spricht dann wirklich für das Buch.