Frauenkörper als Verhandlungsmasse
Dieses Buch hat bei mir vor allem eines ausgelöst: Unbehagen. Kein lautes, sondern ein leises, konstantes Gefühl von Reibung, das mich durch die Lektüre begleitet hat.
Wir verbringen ein Wochenende mit zwei Paaren in einem Haus am Meer. Linn will schwanger werden, mithilfe künstlicher Befruchtung. Während des Lesens hat mich besonders beschäftigt, wie sehr ihr Körper dabei zum verhandelbaren Raum wird. Was sie isst, welche Medikamente sie nimmt, welche Risiken sie eingeht. All das wird kommentiert und kontrolliert, vor allem durch ihren Partner Matze. Für mich fühlte sich das weniger wie Fürsorge an als nach einem schleichenden Machtverlust über den eigenen Körper.
Gleichzeitig habe ich viel Frust beim Lesen von Evas Perspektive gespürt. Sie ist Mutter von zwei Kindern, liebt sie, und wirkt trotzdem oft einsam und erschöpft. Mich hat getroffen, wie normal ihre Abwesenheit ist, egal ob emotional, im Gespräch, oder im sozialen Gefüge. Dieses stille Verschwinden von Müttern kam mir erschreckend vertraut vor und fand ich unfassbar gut dargestellt.
Gleichzeitig habe ich das Gefühl, zu keiner der Figuren eine echte Bindung aufgebaut zu haben. Vor allem Linn blieb für mich sperrig und teilweise unsympathisch, was ich im Nachhinein gar nicht als Schwäche empfinde. Im Gegenteil: es hat mich eher zum Nachdenken angeregt, warum ich automatisch erwarte, dass weibliche Romanfiguren sympatisch sein müssen.
Das Ende empfand ich als eine Art Selbstermächtigung beider Frauen, aber auch das blieb für mich seltsam offen und leicht schief. Nicht befreiend, eher tastend. Vielleicht realistisch, aber nicht unbedingt befriedigend.
Meine Beziehung zu diesem Buch ist ambivalent mit der Tendenz ins Positive. Es hat definitiv etwas in mir angestoßen. „Es ist hell und draußen dreht sich die Welt“ hat mich weniger berührt als irritiert, und vielleicht war genau das seine Absicht!
Wir verbringen ein Wochenende mit zwei Paaren in einem Haus am Meer. Linn will schwanger werden, mithilfe künstlicher Befruchtung. Während des Lesens hat mich besonders beschäftigt, wie sehr ihr Körper dabei zum verhandelbaren Raum wird. Was sie isst, welche Medikamente sie nimmt, welche Risiken sie eingeht. All das wird kommentiert und kontrolliert, vor allem durch ihren Partner Matze. Für mich fühlte sich das weniger wie Fürsorge an als nach einem schleichenden Machtverlust über den eigenen Körper.
Gleichzeitig habe ich viel Frust beim Lesen von Evas Perspektive gespürt. Sie ist Mutter von zwei Kindern, liebt sie, und wirkt trotzdem oft einsam und erschöpft. Mich hat getroffen, wie normal ihre Abwesenheit ist, egal ob emotional, im Gespräch, oder im sozialen Gefüge. Dieses stille Verschwinden von Müttern kam mir erschreckend vertraut vor und fand ich unfassbar gut dargestellt.
Gleichzeitig habe ich das Gefühl, zu keiner der Figuren eine echte Bindung aufgebaut zu haben. Vor allem Linn blieb für mich sperrig und teilweise unsympathisch, was ich im Nachhinein gar nicht als Schwäche empfinde. Im Gegenteil: es hat mich eher zum Nachdenken angeregt, warum ich automatisch erwarte, dass weibliche Romanfiguren sympatisch sein müssen.
Das Ende empfand ich als eine Art Selbstermächtigung beider Frauen, aber auch das blieb für mich seltsam offen und leicht schief. Nicht befreiend, eher tastend. Vielleicht realistisch, aber nicht unbedingt befriedigend.
Meine Beziehung zu diesem Buch ist ambivalent mit der Tendenz ins Positive. Es hat definitiv etwas in mir angestoßen. „Es ist hell und draußen dreht sich die Welt“ hat mich weniger berührt als irritiert, und vielleicht war genau das seine Absicht!