Kein Zugang zum Werk

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lenna Avatar

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Das Buchcover mit dem gelben Kanarienvogel und der außergewöhnliche Titel hatten meine Neugierde auf den Roman "Es ist hell und draussen dreht sich die Welt" geweckt. Ich hatte mich von Anfang an gefragt, in wie weit dieser Vogel vielleicht eine Rolle spielen mag. Nach dem Lesen des Buches bin ich mir darüber jedoch auch noch nicht zu 100 Prozent im Klaren. Denn ja, der Vogel taucht auf und ja irgendwie steht er symbolisch auch für etwas, aber trotzdem hätte man ihn auch weglassen können.
Man merkt vielleicht jetzt schon, dass ich keinen richtigen Zugang zu diesem Roman gefunden habe. Der Erzählstil mit seinen zum Teil sehr kurzen Kapiteln und den wechselnden Perspektiven hat mir zwar gefallen, allerdings konnte ich mich keiner der Figuren annähern. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich keine der Figuren sympathisch fand und es wirklich so einige Momente gab, in denen mir die Figuren sogar unsympathisch waren. Die Thematik rund um das Thema Muttersein oder Mutter-werden-wollen ist sicherlich wichtig und sollte vielmehr thematisiert werden, doch dieser Roman hat für mich keinen Zugang dazu gewährt - was vermutlich an der fehlenden Sympathie gegenüber der Figuren lag.
Auch das Ende des Romans hat sich mir nicht erschlossen, was aber insgesamt zu meinen Eindruck passt und für mich keine große Überraschung darstellte.