Zwischen Mutterschaft und Kinderwunsch
Linn will schwanger werden - so der Plan. Doch bevor ihr ein Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt werden soll, verbringt sie gemeinsamen Urlaub mit ihrem Freund Matze, dessen besten Freund vom Typ "reiches Arschloch" und seiner Freundin Eva. Und Eva ist das, was Linn gern sein würde: Mutter. So muss Linn Eva jeden Tag dabei zusehen, wie sie ihren vierjährigen Sohn Otto versorgt und sich auch noch um ihr Neugeborenes kümmert. Doch diese Illusion der Mutter, die alles im Griff hat, beginnt nach und nach zu bröckeln. Denn auch Eva hat ihre Päckchen zu tragen.
Dita Zipfel beschreibt die innere Zerissenheit der beiden Frauen - die durch komplett unterschiedliche Umstände entstehen - sehr emotional und greifbar. Beide Frauen sind fasziniert voneinander, bewundern Eigenschaften aneinander, die ihnen selbst fehlen. Zugeben würden sie das jedoch nie. Nach und nach nähern sie sich an, verbunden durch die vereinende Erfahrung als Frau in der Gesellschaft zu (über)leben.
"Es ist hell und draußen dreht sich die Welt" handelt von Mutterschaft, der einhergehenden Verantwortung und Überforderung und eben von einem Kinderwunsch, der bisher noch nicht in Erfüllung getreten ist. Vom sich fragen, wieso man genau das nicht kann, was laut traditionellen Gesellschaftsbildern ganz natürlich sein und einfach passieren sollte. Ich fand vor allem die emotionalen Abschnitte des Romans, die die Emotionen von Eva und Linn erzählen, sehr stark. Beide bekommen im Roman Eigenheiten, die sie abheben sollen von der Illusion einer "perfekten" Frau und Mutter, die mir aber an der einen oder anderen Stelle ein bisschen zu arg waren.
Auch das offene Ende des Romans hat mir leider gar nicht gefallen. Ziemlich abrupt driftet die Handlung in eine schon fast utopische Richtung ab, die die vorher aufgebaute Nahbarkeit der Figuren verwässert. Dennoch mochte ich den Roman und habe ihn in nur zwei Tagen durchgelesen, weil er mich sehr gefesselt hat.
Dita Zipfel beschreibt die innere Zerissenheit der beiden Frauen - die durch komplett unterschiedliche Umstände entstehen - sehr emotional und greifbar. Beide Frauen sind fasziniert voneinander, bewundern Eigenschaften aneinander, die ihnen selbst fehlen. Zugeben würden sie das jedoch nie. Nach und nach nähern sie sich an, verbunden durch die vereinende Erfahrung als Frau in der Gesellschaft zu (über)leben.
"Es ist hell und draußen dreht sich die Welt" handelt von Mutterschaft, der einhergehenden Verantwortung und Überforderung und eben von einem Kinderwunsch, der bisher noch nicht in Erfüllung getreten ist. Vom sich fragen, wieso man genau das nicht kann, was laut traditionellen Gesellschaftsbildern ganz natürlich sein und einfach passieren sollte. Ich fand vor allem die emotionalen Abschnitte des Romans, die die Emotionen von Eva und Linn erzählen, sehr stark. Beide bekommen im Roman Eigenheiten, die sie abheben sollen von der Illusion einer "perfekten" Frau und Mutter, die mir aber an der einen oder anderen Stelle ein bisschen zu arg waren.
Auch das offene Ende des Romans hat mir leider gar nicht gefallen. Ziemlich abrupt driftet die Handlung in eine schon fast utopische Richtung ab, die die vorher aufgebaute Nahbarkeit der Figuren verwässert. Dennoch mochte ich den Roman und habe ihn in nur zwei Tagen durchgelesen, weil er mich sehr gefesselt hat.