Zwischen Sehnsucht und Überforderung
Kaum ein Thema wird so intensiv bewertet wie Mutterschaft. Egal ob man Kinder möchte, keine bekommen kann oder bereits Mutter ist – gesellschaftliche Erwartungen sind allgegenwärtig. Genau dieses Spannungsfeld greift der Roman auf.
Im Mittelpunkt stehen zwei Paare, die gemeinsam Urlaub in Frankreich machen. Für Linn und Matze ist die Reise ein emotionaler Zwischenraum, bevor eine Kinderwunschbehandlung weitergeht. Gastgeber sind Felix und Eva mit ihren zwei Kindern – scheinbar angekommen im Familienleben, das Linn sich so sehr wünscht. Zwischen Haben und Nicht-haben entsteht eine spürbare Spannung.
Während die Männer in vertrauten Mustern bleiben, entwickelt sich zwischen Linn und Eva eine ambivalente Dynamik aus Neid, Beobachtung und unerwarteter Nähe. Beide reagieren übernervös, besonders Linn mit impulsiven Ausbrüchen, die irritieren, aber auch nachvollziehbar sind. Körperlichkeit spielt eine große Rolle – vieles wird direkt, teils schmerzhaft offen geschildert.
Emotional konnte ich zu keiner Figur wirklich eine Bindung aufbauen, auch wenn die Themen – Kinderwunsch, weibliche Konkurrenz, gesellschaftlicher Druck – stark und relevant sind. Der Roman geht dahin, wo es wehtut, manchmal vielleicht zu sehr. Inhaltlich hat er mich erreicht, auf Figurenebene weniger.
Im Mittelpunkt stehen zwei Paare, die gemeinsam Urlaub in Frankreich machen. Für Linn und Matze ist die Reise ein emotionaler Zwischenraum, bevor eine Kinderwunschbehandlung weitergeht. Gastgeber sind Felix und Eva mit ihren zwei Kindern – scheinbar angekommen im Familienleben, das Linn sich so sehr wünscht. Zwischen Haben und Nicht-haben entsteht eine spürbare Spannung.
Während die Männer in vertrauten Mustern bleiben, entwickelt sich zwischen Linn und Eva eine ambivalente Dynamik aus Neid, Beobachtung und unerwarteter Nähe. Beide reagieren übernervös, besonders Linn mit impulsiven Ausbrüchen, die irritieren, aber auch nachvollziehbar sind. Körperlichkeit spielt eine große Rolle – vieles wird direkt, teils schmerzhaft offen geschildert.
Emotional konnte ich zu keiner Figur wirklich eine Bindung aufbauen, auch wenn die Themen – Kinderwunsch, weibliche Konkurrenz, gesellschaftlicher Druck – stark und relevant sind. Der Roman geht dahin, wo es wehtut, manchmal vielleicht zu sehr. Inhaltlich hat er mich erreicht, auf Figurenebene weniger.