Erzählerisch ne Wucht

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liesdochmaleinbuch Avatar

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Beim Cover bin ich mir unschlüssig, was mir diese trostlose Partydeko sagen soll- vermutlich nicht viel. Finde ich jetzt nicht schön, aber auch nicht hässlich.
Wenn Wodka für Protagonistin Martina als Arbeitsaufschiebemaßnahme erfolgsversprechend ist, dann ist es bei mir Buchcoveranalyse. Wodka würde sicher auch gehen, aber ich trinke nicht.
Bis hierhin haben Martina und ich also keine Gemeinsamkeiten, trotzdem fühle ich mir direkt verbunden. Ich mag diese trockene Art.

Allein schon der Start ins Buch „hier eine Jazzplaylist für die Kneipenszene. Gibt keine? Geht auch fürs Kochen“. Das ist ja absolut mein Vibe. Give me more, please.

Dass dieses eigentlich traurige Thema des Verlusts bisher absolut nicht traurig ist, finde ich erfrischend. Also klar, Martina resümiert ja schon dieses „was wäre wenn“ und „hätten wir/ich bloß“, aber sie tut das auch eine sehr ich-zentrierte Art, der Vater mehr ein idealisierter Statist. Ich bin sehr gespannt was Martina aus dem Verlust des Vaters über sich selbst lernt.

Den Erzählstil finde ich toll; so ein bisschen gehetzt, aber gerade heraus sagen was man denkt. Ich glaub Martina auf dieser Reise begleiten wird Spaß machen.