Aufgrund der Leseprobe hatte ich mir mehr erwartet
Der Roman "Es war nicht anders möglich" von Svenja Liesau hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Leseprobe dieses Romans hat mir gefallen. Es geht um Martina, eine (seit 15 Jahren) arbeitslose Frau Mitte 30, deren Vater gestorben ist. Sie hat ihn kaum gekannt, trauert trotzdem um ihn. Wirklich gekümmert hat er sich um nie um sie. So versucht sie, unter Zuhilfenahme von Alkohol und Musik mit ihrer Trauer fertig zu werden.
Am Anfang des Romans ist eine Playlist vorangestellt, eine lange Playlist. In Gedanken unterhält sich die Protagonistin Martina mit ihrem Vater. Dazu wird immer wieder der Text von "Du" von Peter Maffey eingeblendet. Im weiteren Verlauf begibt sie sich in eine ihrer Stammkneipen (ganz witzig sind die Kneipenregeln) und konsumiert Alkohol, viel Alkohol. Für feste Mahlzeiten hat sie kein Geld. Bis dahin war der Roman gut lesbar, danach ging es für meinen Geschmack spürbar bergab und im ersten Teil des Romans wird es zunehmend ekliger. Duschen? Überflüssig, man stinkt ja in der Kneipe sowieso gleich wieder... Das Ende des ersten Teils hat dann bei mir wirklich Brechreiz erzeugt. Das muss dann wirklich nicht sein. Ich habe mich aber weiter durchgebissen. Martina wacht in einer Abteilung der Psychiatrie auf und beschreibt ihr dortiges Leben.
Hätte sich die Autorin beim Respekt gegenüber psychisch kranken Menschen genauso viel Mühe gegeben wie beim korrekten Gendern und dem konsequenten Verneinen des generischen Maskulins (jemensch, niemensch), hätte Teil 2 sogar noch etwas werden können. Psychisch Kranke als Irre zu bezeichnen, entspricht nun wirklich nicht mehr der Zeit. Die im Klappentext erwähnte Komik habe ich vergeblich gesucht. Traurig? Ja! Martina sucht Zuneigung, findet sie aber in der Kneipe unter ihren Mittrinkern nicht, in ihrer Familie schon gar nicht. Und so trinkt sie eben weiter...
Mich konnte der Roman nicht packen und ich habe mich nicht nur einmal gefragt, was die Autorin uns eigentlich vermitteln will. Gut gemeinte 2 Punkte, mehr ist nicht drin. Empfehlen kann ich diesen Roman nicht!
Am Anfang des Romans ist eine Playlist vorangestellt, eine lange Playlist. In Gedanken unterhält sich die Protagonistin Martina mit ihrem Vater. Dazu wird immer wieder der Text von "Du" von Peter Maffey eingeblendet. Im weiteren Verlauf begibt sie sich in eine ihrer Stammkneipen (ganz witzig sind die Kneipenregeln) und konsumiert Alkohol, viel Alkohol. Für feste Mahlzeiten hat sie kein Geld. Bis dahin war der Roman gut lesbar, danach ging es für meinen Geschmack spürbar bergab und im ersten Teil des Romans wird es zunehmend ekliger. Duschen? Überflüssig, man stinkt ja in der Kneipe sowieso gleich wieder... Das Ende des ersten Teils hat dann bei mir wirklich Brechreiz erzeugt. Das muss dann wirklich nicht sein. Ich habe mich aber weiter durchgebissen. Martina wacht in einer Abteilung der Psychiatrie auf und beschreibt ihr dortiges Leben.
Hätte sich die Autorin beim Respekt gegenüber psychisch kranken Menschen genauso viel Mühe gegeben wie beim korrekten Gendern und dem konsequenten Verneinen des generischen Maskulins (jemensch, niemensch), hätte Teil 2 sogar noch etwas werden können. Psychisch Kranke als Irre zu bezeichnen, entspricht nun wirklich nicht mehr der Zeit. Die im Klappentext erwähnte Komik habe ich vergeblich gesucht. Traurig? Ja! Martina sucht Zuneigung, findet sie aber in der Kneipe unter ihren Mittrinkern nicht, in ihrer Familie schon gar nicht. Und so trinkt sie eben weiter...
Mich konnte der Roman nicht packen und ich habe mich nicht nur einmal gefragt, was die Autorin uns eigentlich vermitteln will. Gut gemeinte 2 Punkte, mehr ist nicht drin. Empfehlen kann ich diesen Roman nicht!