Chaotisch

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Hier ist die überarbeitete Version mit passenden Emojis:


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⭐⭐⭐☆☆ (3,0 von 5 Sternen)
Stark geschrieben, aber nicht ganz überzeugend ✍️

Der Roman begleitet Martina, die nach dem Tod ihres Vaters aus der Bahn gerät – obwohl die Beziehung zu ihm ohnehin distanziert war 💔. Statt sich wirklich mit ihrer Trauer auseinanderzusetzen, verliert sie sich zunehmend im Berliner Nachtleben 🌃, in Alkohol 🍷, Begegnungen und flüchtigen Momenten. Dabei verschwimmen Realität und Wahrnehmung immer stärker.

Was mir gut gefallen hat, ist der besondere Schreibstil ✨. Die Sprache wirkt direkt, lebendig und teilweise fast wie ein ungefilterter Gedankenstrom. Das sorgt gerade zu Beginn dafür, dass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird 📖 und eine gewisse Nähe zur Protagonistin aufbaut. Auch einzelne Passagen – besonders die Briefe – sind emotional stark 💌 und zeigen das Potenzial der Autorin.

Allerdings wurde mir die Handlung im Verlauf zu chaotisch und stellenweise schwer greifbar 🤯. Die vielen rauschhaften Episoden wirken oft zusammenhangslos, sodass es schwierig wird, einen klaren roten Faden zu erkennen 🧩. Dadurch ging bei mir auch zunehmend das Mitgefühl für Martina verloren, weil ihre Entwicklung kaum nachvollziehbar erscheint.

Insgesamt ist es ein interessantes Debüt mit einer intensiven Atmosphäre 🌫️ und guten Ansätzen, dem es aber an Struktur und einem befriedigenden Abschluss fehlt. Wer experimentelle Erzählweisen mag, könnte hier mehr Gefallen finden – für mich blieb es jedoch etwas zu wirr 🤷‍♀️.