Der absurde Trip einer instabilen Protagonistin
Es passiert mir selten, dass meine Erwartungen und das Buch so derart gewaltig auseinanderklaffen wie es hier der Fall war. Zwischendrin wollte ich nur noch abbrechen und wäre das Hörbuch nicht wirklich toll von der Autorin selbst gelesen worden, hätte ich das sehr sicher auch gemacht. Denn dieser Roman ist mehr eine Art wahnhafter Trip als zugewandte Heilungs- und Trauerbewältigungsgeschichte.
Ich kann leider nur wenig Gutes finden an diesem Werk. Die Autorinnenlesung war wirklich makellos, sie hat dieser für mich völlig wirren Handlung zumindest ein wenig Emotionalität einflößen können und außerdem die Berliner Schnauze großartig vertont. Den immer mal wieder aufkommenden Humor fand ich richtig gut. Martina bedient sich eines bissigen Zynismus, während sie über so einige gesellschaftliche Missstände wie etwa den Umgang mit Sozialhilfeempfänger*innen nachdenkt. Und auch der zärtliche Blick auf so manche Randfigur mit deren Schicksal konnte mich bewegen.
Aber leider sind diese wenigen guten Elemente eingebettet in etwas, das ich einfach überhaupt nicht mag. Alkohol- und Drogentrips, wahnhafte Zustände und die völlig unauflösbare Verschmelzung von Realität und Fantasie. Außerdem super viele Figuren, die ich fast nie emotional greifen konnte. Dass Martina hart zu kämpfen hat mit dem Tod ihres Vaters und ihrer Angststörung, kommt schon irgendwie raus. Und ihr Umgang damit mag verständlich erscheinen, aber ich kann so etwas einfach nicht lesen. Ich war teilweise ganze Kapitel lang völlig lost und am Ende wirklich froh, dass es geschafft war.
Ich wüsste nicht, wem ich dieses Debüt empfehlen sollte - am besten liest mensch sich die entsprechend positiven Rezensionen auch mit durch. Für mich war das Werk völlig haltlos, verwirrend, phasenweise eklig und im Endeffekt anstrengend mit einem unbefriedigenden Ende. Vielleicht lässt es sich am besten mit einem sehr experimentellen Theaterstück vergleichen - auch das hat seine Fans, ich gehöre nicht dazu.
1,5 ⭐️
Ich kann leider nur wenig Gutes finden an diesem Werk. Die Autorinnenlesung war wirklich makellos, sie hat dieser für mich völlig wirren Handlung zumindest ein wenig Emotionalität einflößen können und außerdem die Berliner Schnauze großartig vertont. Den immer mal wieder aufkommenden Humor fand ich richtig gut. Martina bedient sich eines bissigen Zynismus, während sie über so einige gesellschaftliche Missstände wie etwa den Umgang mit Sozialhilfeempfänger*innen nachdenkt. Und auch der zärtliche Blick auf so manche Randfigur mit deren Schicksal konnte mich bewegen.
Aber leider sind diese wenigen guten Elemente eingebettet in etwas, das ich einfach überhaupt nicht mag. Alkohol- und Drogentrips, wahnhafte Zustände und die völlig unauflösbare Verschmelzung von Realität und Fantasie. Außerdem super viele Figuren, die ich fast nie emotional greifen konnte. Dass Martina hart zu kämpfen hat mit dem Tod ihres Vaters und ihrer Angststörung, kommt schon irgendwie raus. Und ihr Umgang damit mag verständlich erscheinen, aber ich kann so etwas einfach nicht lesen. Ich war teilweise ganze Kapitel lang völlig lost und am Ende wirklich froh, dass es geschafft war.
Ich wüsste nicht, wem ich dieses Debüt empfehlen sollte - am besten liest mensch sich die entsprechend positiven Rezensionen auch mit durch. Für mich war das Werk völlig haltlos, verwirrend, phasenweise eklig und im Endeffekt anstrengend mit einem unbefriedigenden Ende. Vielleicht lässt es sich am besten mit einem sehr experimentellen Theaterstück vergleichen - auch das hat seine Fans, ich gehöre nicht dazu.
1,5 ⭐️