Ein einziger Rausch
Martina ist Mitte dreißig, arbeitslos und treibt sich am liebsten in den Berliner Eckkneipen herum. Die Nachricht, dass ihr Vater unerwartet verstorben ist, trifft sie wie ein Schlag. Ihr direktes Ziel: eine Kneipe. Doch aus einem Bier in der Kneipe werden mehrere, wird ein Abend, werden ganze Abende, Wochen, die durch Kneipenbesuche, Tresengespräche und anhaltenden Alkoholkonsum geprägt sind.
Die Leser*innen werden mitgenommen in Martinas wirre Gedankenwelt, die episodenhaft ist, zwischen einzelnen Zeiten und Erinnerungen wechselt, und die immer wirrer wird. Svenja Liesau schreibt roh, ungeschönt, abgehackt und bietet Marina und ihren Gedanken viel Raum. Zwischenzeitlich gibt es Briefe und SMS an den verstorbenen Vater, die ahnen lassen, was Martina sich gewünscht hätte. Doch es bleiben Vermutungen.
Martina versinkt immer mehr im Nachtleben, verliert den Halt, ist auf permanenter Suche und steuert auf die große Eskalation hin.
Ein bewegendes Buch, das wirr, ungeschönt ist und eine (von vielen) valide Reaktion auf Trauer zeigt - Trauer nicht unbedingt um das, was war, sondern vielmehr um das, was nicht war oder hätte sein können.
Ich mochte die Lektüre sehr, auch wenn mich das Ende verstört hat und ich mir etwas Hoffnungsvolleres gewünscht hätte.
Die Leser*innen werden mitgenommen in Martinas wirre Gedankenwelt, die episodenhaft ist, zwischen einzelnen Zeiten und Erinnerungen wechselt, und die immer wirrer wird. Svenja Liesau schreibt roh, ungeschönt, abgehackt und bietet Marina und ihren Gedanken viel Raum. Zwischenzeitlich gibt es Briefe und SMS an den verstorbenen Vater, die ahnen lassen, was Martina sich gewünscht hätte. Doch es bleiben Vermutungen.
Martina versinkt immer mehr im Nachtleben, verliert den Halt, ist auf permanenter Suche und steuert auf die große Eskalation hin.
Ein bewegendes Buch, das wirr, ungeschönt ist und eine (von vielen) valide Reaktion auf Trauer zeigt - Trauer nicht unbedingt um das, was war, sondern vielmehr um das, was nicht war oder hätte sein können.
Ich mochte die Lektüre sehr, auch wenn mich das Ende verstört hat und ich mir etwas Hoffnungsvolleres gewünscht hätte.