Keine einfache Lektüre, aber interessant

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hornita Avatar

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Man begleitet die 35-jährige Martina, aus deren Perspektive das Buch erzählt wird, durch ihr unstetes Leben und erlebt ihren psychischen Absturz. Einsamkeit, Arbeitslosigkeit, Alkoholsucht und unverarbeitete Trauer um den kürzlich verstorbenen Vater sind die Hauptmotive der Erzählung. Der Schreibstil ist angenehm und das Buch läßt sich gut lesen, auch wenn einige Episoden inhaltlich schwer verdaulich sind. Es werden einige Kneipenbesuche und Gespräche geschildert, das war wirklich gelungen und für mich das Highlight des Buchs. Durch den Berliner Dialekt, der gut getroffen wird, fühlt man sich live dabei. Auch gibt es einige philosphische und soziologische Ansätze, wodurch das Niveau gehalten wurde. Das hätte für meinen Geschmack noch etwas vertieft werden können. Auch gab es in der Erzählung einige Leerstellen und Unklarheiten, mir hätte mehr Deutlichkeit das Lesen und Verständnis vereinfacht, zum Beispiel über den Vater. Insgesamt ist es eine interessante, aber keine einfache Lektüre, die nicht für jeden geeignet ist.