keine leichte Kost
Der Einstieg in „Es war nicht anders möglich“ hat mir gut gefallen: anders, interessant und auf eine gewisse Weise auch unterhaltsam. Je weiter ich jedoch gelesen habe, desto schwieriger wurde es für mich, Martina zu folgen. Ihre Gedanken und Handlungen wirkten zunehmend wirr, sprunghaft und anstrengend.
Martina treibt nach dem Tod ihres Vaters durch ein düsteres, haltloses Leben zwischen Trauer, Einsamkeit, Sucht und einer verkorksten Familiengeschichte. Zu ihr konnte ich leider kaum eine Verbindung aufbauen, auch wenn ich oft Mitleid mit ihr hatte. Sie wirkt verloren, ankerlos und ohne wirkliches soziales Netz.
Stark fand ich den Schreibstil von Svenja Liesau. Die Autorin beschreibt Martinas Innenleben sehr nah, ehrlich und schonungslos. Gleichzeitig war genau das für mich auch schwer zu lesen. Die unzuverlässige Erzählperspektive, die durch Alkohol, psychische Krisen und Realitätsverschiebungen geprägt ist, macht den Roman literarisch interessant, aber auch anstrengend und stellenweise belastend.
„Es war nicht anders möglich“ ist kein schlechtes Buch, im Gegenteil: Es hebt sich ab und bleibt sicher im Gedächtnis. Trotzdem war es nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Für mich ein intensiver, verstörender Roman, der starke Momente hat, aber keine leichte Kost ist.
Martina treibt nach dem Tod ihres Vaters durch ein düsteres, haltloses Leben zwischen Trauer, Einsamkeit, Sucht und einer verkorksten Familiengeschichte. Zu ihr konnte ich leider kaum eine Verbindung aufbauen, auch wenn ich oft Mitleid mit ihr hatte. Sie wirkt verloren, ankerlos und ohne wirkliches soziales Netz.
Stark fand ich den Schreibstil von Svenja Liesau. Die Autorin beschreibt Martinas Innenleben sehr nah, ehrlich und schonungslos. Gleichzeitig war genau das für mich auch schwer zu lesen. Die unzuverlässige Erzählperspektive, die durch Alkohol, psychische Krisen und Realitätsverschiebungen geprägt ist, macht den Roman literarisch interessant, aber auch anstrengend und stellenweise belastend.
„Es war nicht anders möglich“ ist kein schlechtes Buch, im Gegenteil: Es hebt sich ab und bleibt sicher im Gedächtnis. Trotzdem war es nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Für mich ein intensiver, verstörender Roman, der starke Momente hat, aber keine leichte Kost ist.