Wenn Trauer zum Absturz führt

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nurbuntewolleimkopf Avatar

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Schon das Cover erregt Aufmerksamkeit. Es hat etwas von Traurigkeit und doch erinnert es einen auch an eine Feier. Ich musste direkt an den Moment denken, wenn die Party vorbei ist, keiner ist mehr da, aber die Deko steht im Raum, als würde es jeden Moment weitergehen.

Genauso fühlt es sich an, wenn man einen Menschen verliert. Die Person ist weg, aber alles geht weiter, alles ist wie davor, als wäre nichts passiert. Niemand drückt auf Pause.
Alles wirkt, als würde die Person gleich zurückkommen.

Genau an diesem Punkt ist Martina, die ihren Vater gerade verloren hat. Auch wenn er nicht so richtig für sie da war, so hatte er doch einen Platz in ihrem Leben. Plötzlich ist dieser Platz leer, und mit dieser Situation versucht sie, klarzukommen.

Wenn wir um einen Menschen trauern, dann akzeptiert die Gesellschaft das zu Beginn. Leider meinen viele, dass es klare Wege gibt, die die Trauer gehen. Wie hat man zu trauern, wie lange darf man trauern? Aber wenn du aus diesem Muster fällst, dann stellst du ein Problem dar, und genau dieses Thema wird im Buch behandelt.

Wie reagieren wir, wenn Trauer unschön wird, zu lange dauert, die Reaktionen nicht wie erwartet sind?

Martina hat den Boden unter den Füßen verloren und steht kurz vorm Absturz. Sie kommt mehr schlecht als recht mit ihrem Leben zurecht.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und ist gelebtes Berlin. Die Sprache im Buch fällt aus dem Standardrahmen, und ich empfehle, die Leseprobe erst zu lesen.

Mir hat gerade der etwas andere Stil sehr gut gefallen.

Absolute Leseempfehlung von mir