Gute Idee, nervige Protagonistin!

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"Fake Date Me. Neun Hochzeiten zum Verlieben" ist ein Roman aus der Feder der Autorin Michaela Tiedemann. Der Roman schildert die Schattenseiten der Traumhochzeiten, denn wenn man wie Protagonistin Lily das Glück/Pech hat, dass neun Freundinnen im selben Jahr heiraten, eine aufwändiger als die andere mit Junggesellinnenabschieden im Ausland und Jetsethochzeiten in Inlocations, kann das eine Normalsterbliche mit Durchschnittseinkommen wie Lily schon in den finanziellen Ruin treiben.
Nun fragt man sich als Leser, wie Lily in diese prekäre Situation kommt, auf der Gästeliste der High Society zu landen, aber sie war als Tochter des Hausmeisters auf einer teuren Privatschule und hat so diese Kontakte geschlossen. Soweit die Geschichte. Hier kommt aber auch schon mein erster Kritikpunkt: für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass Lily sich für Bekannte, die sie noch nicht mal gut leiden kann, in den finanziellen Ruin reiten will. Wenn sie so krampfhaft dazu gehören will, ist es auch erstaunlich, wie sehr sich Lily ziert, das Angebot von Thomas anzunehmen, der ihr den Besuch all dieser Hochzeiten finanzieren, möchte wenn sie sich dafür als seine Fakefreundin ausgibt, Die Idee ist nicht neu, das Ende vorhersehbar, aber auf dem Weg dorthin hat mich Lily echt aufgeregt: absolut unsensibel, begriffsstutzig und unfair, ich wollte sie nur noch schütteln...