Hochzeitswahnsinn Deluxe
Schon der Einstieg macht klar: Diese Geschichte will unterhalten, berühren und ein bisschen verzaubern.
Lily steht vor einem Problem, das viele kennen, nur deutlich luxuriöser: Ihr Freundeskreis bewegt sich in einem Preissegment mit Junggesellinnenabschieden, die mühelos Monatsgehälter sprengen. Mountain Self-Care Resort samt Waldbaden und Ziegenyoga, Extreme-Party in Prag, eine Finca samt DJ auf Ibiza und jede Menge Programmpunkte, bei denen man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt. Lily mag ihre Freundinnen, aber diese Welt ist nicht ihre. Und ganz sicher nicht ihr Budget.
Thomas hat andere Sorgen. Frisch getrennt von einem Influencer-Sternchen, die ihn für einen Profifußballer des FC Bayern verlassen hat, graut es ihm vor dem anstehenden Hochzeitsmarathon. Allein erscheinen, mitleidige Blicke kassieren, Smalltalk führen. Nein, danke. Die Lösung klingt so pragmatisch wie genial: eine Zweckgemeinschaft. Fake-Dates auf Hochzeiten, er übernimmt die Kosten, sie spielen das perfekte Paar. Ehrlichkeit als Grundlage. Keine Gefühle. Zumindest in der Theorie 😉
Schon ab der ersten Hochzeit, stilecht am Valentinstag im Mandarin Oriental in München, sprüht die Geschichte vor Tempo, Witz und Charme. Lilys schlagfertige Art, ihr Blick auf den Hochzeitswahnsinn und die herrlich ehrlichen Kassenstürze nach jedem Event sind ein absolutes Highlight. Diese Kostenaufstellungen sind zugleich urkomisch und schmerzhaft realistisch und sorgen regelmäßig für ein amüsiertes Zusammenzucken.
Je weiter der Hochzeitsreigen voranschreitet, desto mehr verschieben sich die Grenzen. Schloss Elmau toppt alles, Ziegenyoga brennt sich dauerhaft ins Gedächtnis und spätestens beim Segeln auf dem Chiemsee wird klar: Das hier ist längst mehr als ein Deal. Die Fake-Dates fühlen sich verdächtig echt an, die Nähe wird intensiver, die Blicke länger, die Pausen bedeutungsvoller. Schmetterlinge inklusive.
Besonders gelungen ist, wie unterschiedlich die Hochzeiten inszeniert sind. Von laut, schrill und völlig überzogen bis hin zu leise, emotional und berührend. Jede Feier erzählt nicht nur etwas über das Brautpaar, sondern spiegelt auch Lilys innere Entwicklung. Stück für Stück wird ihr klar, dass sie sich selbst viel zu lange hintenangestellt hat und dass Gefühle sich weder kalkulieren noch vertraglich regeln lassen.
Der Roman lebt von den Dialogen, dem prickelnden Hin und Her zwischen Lily und Thomas und den vielen kleinen Beobachtungen, die mitten aus dem Leben kommen. Es gibt Drama, Humor, eine gute Portion Spice und ganz viel Hochzeitschaos, ohne je die Bodenhaftung zu verlieren oder ins Kitschige abzurutschen.
Der Schreibstil von Michaela Tiedemann hat einen tollen Flow. Leicht, flüssig und unglaublich unterhaltsam. Man fliegt durch die Seiten, lacht laut, schüttelt den Kopf und fiebert mit. Und ja, das Ende ist genau so, wie man es sich wünscht. Mit Herzklopfen, einem breiten Lächeln und diesem wohlig-warmen Gefühl, das bleibt.
Ein humorvoller Feel-Good-Roman, der zeigt, dass Liebe manchmal genau dort entsteht, wo man sie nie eingeplant hat und dass es sich lohnt, den eigenen Prinzipien nicht immer blind zu folgen.
Lily steht vor einem Problem, das viele kennen, nur deutlich luxuriöser: Ihr Freundeskreis bewegt sich in einem Preissegment mit Junggesellinnenabschieden, die mühelos Monatsgehälter sprengen. Mountain Self-Care Resort samt Waldbaden und Ziegenyoga, Extreme-Party in Prag, eine Finca samt DJ auf Ibiza und jede Menge Programmpunkte, bei denen man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt. Lily mag ihre Freundinnen, aber diese Welt ist nicht ihre. Und ganz sicher nicht ihr Budget.
Thomas hat andere Sorgen. Frisch getrennt von einem Influencer-Sternchen, die ihn für einen Profifußballer des FC Bayern verlassen hat, graut es ihm vor dem anstehenden Hochzeitsmarathon. Allein erscheinen, mitleidige Blicke kassieren, Smalltalk führen. Nein, danke. Die Lösung klingt so pragmatisch wie genial: eine Zweckgemeinschaft. Fake-Dates auf Hochzeiten, er übernimmt die Kosten, sie spielen das perfekte Paar. Ehrlichkeit als Grundlage. Keine Gefühle. Zumindest in der Theorie 😉
Schon ab der ersten Hochzeit, stilecht am Valentinstag im Mandarin Oriental in München, sprüht die Geschichte vor Tempo, Witz und Charme. Lilys schlagfertige Art, ihr Blick auf den Hochzeitswahnsinn und die herrlich ehrlichen Kassenstürze nach jedem Event sind ein absolutes Highlight. Diese Kostenaufstellungen sind zugleich urkomisch und schmerzhaft realistisch und sorgen regelmäßig für ein amüsiertes Zusammenzucken.
Je weiter der Hochzeitsreigen voranschreitet, desto mehr verschieben sich die Grenzen. Schloss Elmau toppt alles, Ziegenyoga brennt sich dauerhaft ins Gedächtnis und spätestens beim Segeln auf dem Chiemsee wird klar: Das hier ist längst mehr als ein Deal. Die Fake-Dates fühlen sich verdächtig echt an, die Nähe wird intensiver, die Blicke länger, die Pausen bedeutungsvoller. Schmetterlinge inklusive.
Besonders gelungen ist, wie unterschiedlich die Hochzeiten inszeniert sind. Von laut, schrill und völlig überzogen bis hin zu leise, emotional und berührend. Jede Feier erzählt nicht nur etwas über das Brautpaar, sondern spiegelt auch Lilys innere Entwicklung. Stück für Stück wird ihr klar, dass sie sich selbst viel zu lange hintenangestellt hat und dass Gefühle sich weder kalkulieren noch vertraglich regeln lassen.
Der Roman lebt von den Dialogen, dem prickelnden Hin und Her zwischen Lily und Thomas und den vielen kleinen Beobachtungen, die mitten aus dem Leben kommen. Es gibt Drama, Humor, eine gute Portion Spice und ganz viel Hochzeitschaos, ohne je die Bodenhaftung zu verlieren oder ins Kitschige abzurutschen.
Der Schreibstil von Michaela Tiedemann hat einen tollen Flow. Leicht, flüssig und unglaublich unterhaltsam. Man fliegt durch die Seiten, lacht laut, schüttelt den Kopf und fiebert mit. Und ja, das Ende ist genau so, wie man es sich wünscht. Mit Herzklopfen, einem breiten Lächeln und diesem wohlig-warmen Gefühl, das bleibt.
Ein humorvoller Feel-Good-Roman, der zeigt, dass Liebe manchmal genau dort entsteht, wo man sie nie eingeplant hat und dass es sich lohnt, den eigenen Prinzipien nicht immer blind zu folgen.